Die Schweizer Wirtschaft fordert die Bevölkerung auf, sich impfen zu lassen. Die Schweiz könne sich keinen dritten Lockdown und Corona-Massnahmen leisten.
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Menschen spazieren an der Luzerner Seepromenade. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Wirtschaftsverbände wollen, dass die Schweizer Bevölkerung sich impfen lässt.
  • Die Schweiz kann sich keinen dritten Lockdown leisten, eine Impfung verhindere dies.
  • Arbeitgeber sollten ihre Angestellten auch während der Arbeitszeit Zeit zum Impfen geben.

Die Schweiz soll bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie weiterhin den Weg mit möglichst wenig einschneidenden Massnahmen ins Gesellschaftsleben gehen können. Dafür muss die Impfquote laut den Wirtschaftsverbänden aber unbedingt deutlich erhöht werden, notfalls auch während der Arbeitszeit.

«Wir können und wollen uns keinen dritten Lockdown oder noch mehr Distanzmassnahmen leisten.» Dies schreiben der Gewerbeverband, der Arbeitgeberverband sowie der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung.

Impfquote muss weiter erhöht werden

Um die bisherigen Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus nicht zu verspielen, müsse die Schweiz ihre Impfquote weiter erhöhen.

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Eine Mitarbeiterin im Gesundheitswesen zieht eine Corona-Spritze auf. - dpa

Die Dachverbände rufen in ihrem Appell an die Bevölkerung insbesondere die Arbeitgeber auf, Impfungen auch während der Arbeitszeit zu ermöglichen. Das Impfen als Teil der Logik des gezielten Schutzes sei ein wichtiges Element in der nationalen Strategie. Erst ab einer Impfquote von 80 Prozent könne man sich des Erfolgs der Pandemiebekämpfung einigermassen sicher sein. Derzeit liegt sie bei gut 50 Prozent.

Impfen habe Vorteile für die einzelne Person und die Gesellschaft, heisst es im Impfaufruf der Dachverbände weiter. Je grösser der Anteil der geimpften Bevölkerung sei, desto kleiner die Gefahr von neuen Virus-Mutationen. Wer sich anstecke, bei dem dauere die Krankheit weniger lange und der Verlauf sei oft milder. Mit einer höheren Impfquote vermeide man letztlich auch erneute einschneidende Massnahmen zu Lasten der ganzen Gesellschaft.

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