Gurtenfestival

Gurtenfestival unterstützt Kampf gegen Gewalt und Sexismus

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Bern,

Die Gurtenfestival AG stärkt 2026 die Organisation Brava im Einsatz gegen Sexismus. Ab 2027 plant das Berner Festival eine neue soziale Ausrichtung.

Rassismus Gurtenfestival
Das Gurtenfestival lockte auch dieses Jahr wieder Tausende auf den Berner Hausberg. - keystone

Wie die Gurtenfestival AG mitteilt, unterstützt sie jedes Jahr mit gespendeten Depotartikeln eine gemeinnützige Organisation. 2026 geht diese Unterstützung an Brava, eine schweizweit tätige NGO, die sich gegen geschlechtsbezogene Gewalt und Sexismus engagiert – präventiv, politisch und in der direkten Begleitung von Betroffenen.

Brava sensibilisiert die Öffentlichkeit, setzt sich für strukturelle Verbesserungen ein und bietet konkrete Unterstützung für Betroffene, die Gewalt erfahren haben. Brava legt dabei ein besonderes Augenmerk auf Menschen in prekären Situationen, wie geflüchtete Frauen.

Die Wahl von Brava reiht sich in das langjährige gesellschaftliche Engagement des Gurtenfestivals ein. «Wir verstehen die Depotspende nicht als symbolische Geste, sondern als gezielte Unterstützung dort, wo sie Wirkung entfaltet. Brava arbeitet an einem Thema, das viele betrifft und oft im Verborgenen bleibt. Uns ist wichtig, Organisationen zu stärken, die Betroffene konkret begleiten und gesellschaftlich etwas verändern», sagt Festivalleiter Bobby Bähler.

«Care» endet nicht am Festivalzaun

Das Gurtenfestival beschäftigt sich seit Jahren mit Fragen von Sicherheit, Teilhabe und respektvollem Miteinander. Dazu gehören unter anderem das Care Team, die Kampagne «Feel Safe Together» sowie verschiedene Massnahmen zur Förderung von Diversität und Inklusion.

Mit der Unterstützung von Brava will das Festival dieses Verständnis weiterdenken. «Care endet für uns nicht am Festivalzaun. Wir wollen Verantwortung dort übernehmen, wo wir einen Beitrag leisten können – auf dem Festivalgelände und darüber hinaus», sagt Bähler.

Die Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen. Beratungsstellen, Frauenhäuser und Behörden weisen seit Jahren auf die hohe Zahl geschlechtsbezogener Gewaltdelikte hin. Gleichzeitig stehen zahlreiche Präventions- und Unterstützungsangebote unter finanziellem Druck.

Mit der Depotspende 2026 unterstützt das Gurtenfestival deshalb Brava – eine Organisation, die sich für eine gewaltfreie und selbstbestimmte Gesellschaft einsetzt, Präventionsarbeit leistet, Betroffene begleitet, Schutz- und Unterstützungsangebote ermöglicht und sich für politische Veränderungen einsetzt.

Neue Ausrichtung ab 2027

Die Depotspende hat am Gurtenfestival Tradition. In den vergangenen Jahren wurden unterschiedliche gemeinnützige Organisationen unterstützt – jeweils mit Blick auf gesellschaftliche Themen, die über das Festival hinausreichen.

Ab 2027 will das Gurtenfestival dieses Engagement weiterentwickeln und strukturell stärken. Wie genau, darüber orientiert das Gurtenfestival im Herbst.

Kommentare

User #2772 (nicht angemeldet)

Ich gehe an ein Festival wegen der Musik und nicht wegen dem politischen Quatsch. Gurten? Nein danke

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