Futsal Minerva: Den 10. Titel und vieles mehr im Visier

Pierre Benoit
Pierre Benoit

Bern,

In der Schweizer Futsal-Meisterschaft scheint der Meister schon vor dem Start festzustehen. Futsal Minerva ist das Mass aller Dinge.

Serienmeister Futsal Minerva peilt den nächsten Meistertitel an.
Serienmeister Futsal Minerva peilt den nächsten Meistertitel an. - zVg

Seit dem ersten Meistertitel im Jahr 2012 sind für die Futsal-Spieler von Minerva deren acht dazugekommen (zweimal wurde der Titel wegen Corona nicht vergeben). Jetzt strebt Minerva in der am 13. September mit zwei Heimspielen gegen den FC Esperanza und am 19. September gegen Mobulu Futsal Bern beginnenden Meisterschaft den Jubiläumstitel Nummer 10 an.

Doch das ist noch lange nicht alles. Minerva will auch den Cup gewinnen, mit den Frauen wieder Meister werden, in der Champions League für positive Schlagzeilen sorgen und sich für die Achtelfinals qualifizieren. Die Berner sind im Uefa-Ranking vorgerückt, belegen derzeit Rang 17 und sind deshalb direkt für die Hauptrunde qualifiziert.

Hier treffen sie in Lučenec zwischen dem 27. Oktober und 1. November neben dem Futsal Klub Semey aus Kasachstan und den slowakischen Champion Lučenec auch auf den FC Barcelona, den viermaligen Champions League-Sieger, achtfachen spanischen Meister und siebenfachen Cupsieger – eine Herkulesaufgabe, die wohl selbst für das immer stärker werdende Minerva nicht lösbar ist.

Doch Semey und Lučenec, das Minerva im letzten Jahr schlagen konnte, sollten durchaus in Reichweite liegen und damit in der Gruppe einer der ersten drei Plätze erreicht werden, die für die Achtelfinal-Qualifikation notwendig sind.

Präsident Miro Prskalo – der Macher

Der Mann, der seit der Gründung im Jahr 2010 hinter der erfolgreichen Reise von Futsal Minerva steht, ist Miro Prskalo, der siebensprachige Walliser, der seit Jahren nichts unterlässt, um die Sportart Futsal in der Schweiz weiterzubringen und Minerva immer stärker zu machen.

Miro Prskalo
Miro Prskalo. - zVg

Zusammen mit zwei Studienkollegen hob er vor 16 Jahren den Verein aus der Taufe. Seither liest sich die Klubchronik wie eine einzige Erfolgsgeschichte. Meistertitel reiht sich an Meistertitel, dazu kommen Cupsiege, der erstmalige Titelgewinn der Frauen, der Aufstieg der 2. Mannschaft in die Second League und die immer besser werdenden Ergebnisse in der Champions League.

Dies alles ist allerdings kein Zufall, sondern das Ergebnis der harten Arbeit die Prskalo, sein Vorstandsteam, Sportchef Caio Japa und die Trainer Pedro Santos und Ricardo Vicente auf dem Feld seit Jahren vollbringen. Auch dank des Engagements zahlreicher Sponsoren ist es möglich, dass Minerva heute sechs Vollprofis unter Vertrag hat und das Team von Jahr zu Jahr punktuell verstärken kann.

«Wir sind stärker besetzt als im Vorjahr», sagt Prskalo, der sich neben seiner Liebe für Minerva ebenso für das Wohl und das Gedeihen des gesamten Futsal-Sports in der Schweiz engagiert. Neuerdings tut er dies auch als Mitglied im UEFA-Futsal-Komitee, das unter anderem über die Vergabe der wichtigen internationalen Anlässe bestimmt.

Futsal Minerva
Futsal Minerva: Die Berner sind im Uefa-Ranking vorgerückt, belegen derzeit Rang 17 und sind deshalb direkt für die Hauptrunde qualifiziert. - zVg

«Wir bewerben uns für die Ausrichtung des UEFA-Final-Four-Turniers 2027, an dem die besten vier Teams Europas den Futsal-Champions League-Sieger ausmachen», verrät Prskalo. Als Austragungsort ist die Tissot-Arena in Biel vorgesehen, wo normalerweise der EHC Biel auf Glatteis um Punkte kämpft.

Namhafte Zuzüge

Mit dem serbischen Nationalspieler Strahinja Petrov, Rodrigo Hiroshi, einem brasilianisch/japanischen Doppelbürger, der vom portugiesischen Spitzenklub Leões Porto Salvo nach Bern kommt, Abel Yosief (vom SC Steinhausen) und National-Torhüter Laurin Mannhart (FC Wil) hat sich Minerva erneut verstärkt und die Abgänge von Alex Garcia, Sandro Cardoso und Everton Luiz Kosmann mehr als kompensiert.

Verfolgst du die Schweizer Futsal-Meisterschaft?

Verstärkt haben sich auch die Frauen mit Nina Schwendimann, in der letzten Saison noch eine der Stützen im Team des FC Thun, das aus der AXA Women’ Super League abgestiegen ist. Sie war eine der Thuner Heldinnen beim Aufstieg in die oberste Spielklasse.

Mut – Stolz – Leidenschaft

Für Präsident Prskalo sind die Werte, auf die Futsal Minerva seit der Gründung hochhält, unverändert wichtig.

INFO

Futsal Minerva

Der Schweizerische Fussballverband führt seit 2006 eine Futsal-Meisterschaft durch. Futsal Minerva wurde 2010 gegründet, im gleichen Jahr Nationalliga- B-Meister und stieg in die Nationalliga A auf. Bisher feierte Minerva neun Mal den Schweizermeistertitel. (2012/13/17/19/22/23/24/25/26). Vier Cupsiege (2023/24/25/26). Drei Aktivmannschaften und ein Frauenteam. Die Minerva-Frauen wurden 2026 erstmals Meister. Die 2. Mannschaft stieg in die Second League auf.

«Unsere drei Grundwerte sind mehr als Worte. Sie prägen unser Handeln, geben uns Identität und machen uns als Verein stark. Wir sind überzeugt: Wer diese Werte lebt, gewinnt – sportlich und menschlich. Ob auf dem Platz, im Training oder im Austausch mit Partnern, Mitgliedern und Verbänden – wir stehen für echten Zusammenhalt und leidenschaftliches Engagement. Unsere Begeisterung für den Sport und den Verein ist ansteckend, genau das macht Minerva aus», sagt Prskalo und freut sich auf die bevorstehende Saison, in der sich die Höhepunkte Schlag auf Schlag folgen.

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