Bypass Bern Ost: Gemeinderat konsterniert über Rückstufung
Der Bundesrat hat den Bypass Bern Ost im STEP zurückgestuft. Der Gemeinderat der Stadt Bern reagiert konsterniert und sieht das Projekt faktisch gestoppt.

Wie die Stadt Bern berichtet, hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 28. Januar 2026 die Eckwerte für das Strategische Entwicklungsprogramm (STEP) der Nationalstrassen festgelegt.
Dabei hat er das Projekt «Bypass Bern Ost» (ByBO) in die Kategorie «Weitere» – mit ungewissem Zeithorizont – abgeschoben. Der Gemeinderat nimmt konsterniert zu Kenntnis, dass der Bund das Projekt ByBO in den nächsten 40 Jahren nicht realisieren will.
Dies kommt faktisch einem Projektabbruch gleich. Die nahezu durchgehende Verlegung der A6 aus den innerstädtischen Quartieren in einen Tunnel hätte eine einzigartige Chance für eine Stadtreparatur geboten.
Schlüsselprojekt für Stadtentwicklung und Lebensqualität
Der Bypass Bern-Ost ist die Voraussetzung dafür, heute getrennte Quartiere und Stadtteile wieder miteinander zu verbinden, die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern und eine zukunftsgerichtete Siedlungs-, Landschafts-, und Infrastrukturentwicklung zu ermöglichen.
Der Bypass Bern Ost ist deshalb nicht nur ein Verkehrsprojekt, sondern das Kernelement einer ausgewogenen und breit abgestimmten Entwicklungsstrategie für den Osten von Bern.
Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht des Gemeinderats irritierend, dass die Eckwerte des Bundesrats zum Strategischen Entwicklungsprogramm der Nationalstrassen keine Zeitangabe zur Realisierung des ByBO enthalten.
Kritik an fehlender Abstimmung
«Ich bin sehr enttäuscht, dass ein laufendes Projekt ohne bilaterale Absprache mit den Partnern auf unbestimmte Zeit auf die lange Bank geschoben wird», sagt Verkehrsdirektor Matthias Aebischer.






