Am Schulstandort Laubegg fehlt dringend benötigter Schulraum. Derzeit sind an der Nussbaumstrasse 29 im Turm 6 und 7 grössere Flächen zur Miete verfügbar.
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Die Stadt Bern. (Archivbild) - sda

Die Kommission hat an ihrer Sitzung vom 18. November 2021 dem vom Gemeinderat verabschiedeten Baukredit von 19 Millionen Franken und dem Verpflichtungskredit von 29.5 Millionen Franken für die Miete zugestimmt.

Sie schlägt dem Stadtrat zudem einige Anpassungen vor. Das letzte Wort wird das Berner Stimmvolk haben.

Am Schulstandort Laubegg fehlt dringend benötigter Schulraum. Derzeit sind an der Nussbaumstrasse 29 im Turm 6 und 7 grössere Flächen zur Miete verfügbar. Die Vermieterin ist die AXA Anlagestiftung mit Sitz in Winterthur.

Platz für 18 Klassen

Die für Büronutzungen konzipierte Liegenschaft ist gemäss Abklärungen geeignet, den Schulraumbedarf einer Oberstufenschule mit maximal 18 Klassen zu decken und kommt auch für eine längere Dauer als Schulnutzung in Frage.

Allerdings ist laut dem Gemeinderat der Einbau einer Turnhalle nicht möglich. Für den Sportunterricht soll deshalb auf der Rasenfläche des nahe gelegenen Schulhauses Bitzius eine Turnhalle in Elementbauweise erstellt werden.

Der Baukredit für den Einbau der Volksschule Baumgarten in das Dienstleistungsgebäude Nussbaumstrasse 29 sowie für den Bau einer Turnhalle auf dem Rasenplatz bei der Volksschule Bitzius (im Eigentum der Stadt Bern) beläuft sich auf 24.5 Millionen Franken.

Stadtrat wird Annahme empfohlen

Die AXA Anlagestiftung als Eigentümerin des Gebäudes an der Nussbaumstrasse hat vertraglich zugesichert, sich an den Baukosten an ihrer Liegenschaft mit 5.5 Millionen Franken zu beteiligen.

Neben dem Baukredit beantragt der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von 29.5 Millionen Franken für die Miete der Räumlichkeiten über 25 Jahre.

Die zuständige Stadtratskommission PVS hat sich intensiv mit dem Geschäft befasst und empfiehlt es dem Stadtrat zur Annahme. Allerdings ist sie der Meinung, dass den Anliegen der betroffenen Bevölkerung – insbesondere den Quartierbewohnern, der Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün, den Lehrern, den Schüler und den Eltern - Rechnung getragen und sie in den Prozess miteinbezogen werden muss.

Bestmögliche Lösung für Energie und Klima soll gefunden werden

Insbesondere soll bei der Gestaltung und baulichen Umsetzung der Lernlandschaften eine Mitwirkung der Lehrpersonen vorgesehen werden. Dazu wird der Gemeinderat aufgefordert, zu prüfen, ob in der näheren Umgebung des Schulhauses zusätzlicher, wenn möglich grossflächiger Aussenraum für die Schule geschaffen werden kann.

Dieser Aussenraum soll auch den Quartierbewohnern zur Verfügung stehen. Zu guter Letzt soll der Gemeinderat beauftragt werden, im neuen Schulgebäude die bestmögliche Lösung in Bezug auf Energie und Klima zu suchen.

Es sollen Massnahmen umgesetzt werden, welche ein unterrichtsgerechtes Innenraumklima sicherstellen. Der Stadtrat wird voraussichtlich am 9. Dezember 2021 über die Vorlage befinden. Die Volksabstimmung findet voraussichtlich im Mai 2022 statt.

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