Die Berner Ballett-Direktorin Estefania Miranda tritt Ende Jahr zurück. Sie macht laut Bühnen Bern gesundheitliche Gründe für ihren Entscheid verantwortlich.
Das Berner Stadttheater und das Berner Symphonieorchester haben sich 2011 zu Konzert Theater Bern zusammengeschlossen. Ab der kommenden Spielzeit nennt sich die Institution «Bühnen Bern». (Archivbild)
Das Berner Stadttheater und das Berner Symphonieorchester haben sich 2011 zu Konzert Theater Bern zusammengeschlossen. Ab der kommenden Spielzeit nennt sich die Institution «Bühnen Bern». (Archivbild) - sda - Keystone/ANTHONY ANEX

Die Berner Ballett-Direktorin Estefania Miranda tritt Ende Jahr zurück. Sie macht laut Bühnen Bern gesundheitliche Gründe für ihren Entscheid verantwortlich. Als Tanzdirektorin war die gebürtige Chilenin in Bern sehr erfolgreich.

Miranda leitet die Tanzsparte seit 2013. Grosse Erfolge konnte sie zum Beispiel mit ihren Produktionen «Die vier Jahreszeiten» oder «The Sign of the Swan» (das Zeichen des Schwans) feiern, wie das Vierspartenhaus Bühnen Bern am Donnerstag mitteilte.

Unter Mirandas Leitung gewann das Ensemble unter anderem den Schweizer Tanzpreis für aktuelles Tanzschaffen und konnte eine China-Tournee realisieren.

Die Tanzdirektorin «gab Bern Ballett mit den eigenen bildgewaltigen und ästhetischen Arbeiten einen künstlerischen Rahmen und war gleichzeitig eine umsichtige Kuratorin, was die Gastchoreografinnen und -choreographen betrifft», schreibt das Haus weiter.

Unter Miranda glänzte die Sparte Tanz teilweise mit Auslastungszahlen von über 90 Prozent.

Da die von Miranda verantwortete Planung für die laufende und kommende Spielzeit bereits abgeschlossen ist, wird ihr Abgang künstlerisch erst 2023 spürbar werden. Bühnen Bern will ihre Stelle denn auch erst im Sommer 2023 neu besetzen. Bis dahin leitet die langjährige Dramaturgin Isabelle Bischof interimistisch das Ballett von Bühnen Bern.

Mirandas Vertrag wäre 2021 ausgelaufen. Intendant Florian Scholz hatte bereits vorzeitig seinen Wunsch deponiert, Miranda möge weiterhin in Bern arbeiten. Sie habe durchaus Angebote gehabt, sagte Miranda im vergangenen April der Tageszeitung «Der Bund». Doch habe sie sich entschieden, weiterhin in Bern tätig sein zu wollen.

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