Bern: ZSC Lions drehen Startspiel gegen den SC Bern
In Zürich gewinnen die ZSC Lions ihren ersten Meisterschaftsauftritt der Saison 2026/27 gegen den SC Bern mit 5:3. Neuzugang Simon Knak trifft doppelt.

Die ZSC Lions zeigen bei der Saisonpremiere 2026/27 eine äusserst unterhaltsame Partie. Auch ein dreifacher Rückstand hält sie nicht vom Siegen ab.
Ihm gehört heute Abend vor gut gefülltem Löwenkäfig die Bühne: Simon Knak. Der Neuzugang aus Davos betreibt mit zwei Toren an diesem Abend direkt Eigenwerbung zum Publikumsliebling. Es ist genau dieser Simon Knak, der den Zürcher Anhang in der Vergangenheit oftmals leiden liess. Aufsässig, bissig, spielfreudig und mit dem goldenen Näschen für das Toreschiessen.
Völlig verdient werden ihm nach der Partie der Coolest- und Bestplayer Preis übergeben. Doch der heutige Auftaktsieg hat mehrere Fundamente.
Moral bewiesen
Ganze dreimal liegen die Limmatstädter am heutigen Abend in Rücklage. Die Mutzen aus der Bundeshauptstadt machen einfach da weiter, wo sie am vergangenen Freitag aufgehört haben in Wichtrach, nämlich mit dem Toreschiessen. Neo-Berner Dario Rohrbach (Minute 6) und Neuzugang Davyd Barandun (Doppelpacker in Minute 18 und 28) machen den Lions das Leben schwer.
Den ersten Treffer erzielen sie im Powerplay, den zweiten dann in der besten Zürcher-Phase des ersten Drittels. Die Berner werden regelrecht eingeschnürt nach einer Viertelstunde und es ist nur der Zett am Drücker. Gegen den Spielverlauf vollendet Barandun einen SCB-Konter zum zwischenzeitlichen 2:1. Als Barandun in der 28. Minute seinen zweiten Treffer des Abends erzielt (traf letzte Saison ein einziges Mal im HCD-Dress), scheint der Abend wie verhext. Aber auch darauf haben die Zürcher eine Antwort.
Auf die jeweiligen Rückstände egalisieren Knak, Balcers und erneut Knak den Score – die Arena bebt. Spätestens von da an wird auch das Defensivspiel der ZSC Lions seriöser und die Schlinge zieht sich bei den Mutzen langsam aber sicher zu.
Entscheidung im Schlussdrittel
In der zweiten Pause diskutieren die Journalisten heiss, was denn mit der Nummer 88 beim ZSC los sei. Gemeint ist dabei Malte Strömwall. Und kaum kritisiert, spielt er sich ins Rampenlicht.
Der Schwede zieht los, steht plötzlich vor Schlussmann-Hughes und bedient den besser postierten Willy Riedi mustergültig. Die Nummer 8 mit der Haarpracht sagt Danke und reckt die Hände in die Höhe. Erstmalige Führung ZSC Lions!
Bei dieser soll es dann auch bis zur Schlusssirene bleiben. Obwohl die Gäste aus Bern alles nach vorne werfen, dabei zweifach an der Torumrandung und mehrfach an Hrubec scheitern, liegt kein SCB-Tor mehr drin. Eine halbe Minute vor Schluss müssen die Herren in gelb zusehen, wie Denis Malgin davon zieht, auf Juho Lammikko spielt und der Finne schlussendlich Sven Andrighetto für den Emptynetter zum 5:3 bedient. Ende gut, alles gut.










