Der Gemeinderat möchte die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen vorantreiben.
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Symbolbild - Keystone

Der Handlungsbedarf von Inklusion von Menschen mit Behinderung ist nach wie vor gross. Die Umsetzung der Hindernisfreiheit im öffentlichen Raum ist als Grossprojekt gut unterwegs. In anderen Bereichen wie der barrierefreien Zugänglichkeit des Tierparks sind Fortschritte zu verzeichnen.

Der Gemeinderat hat das aktualisierte Gleichstellungsportfolio zur Kenntnis genommen. Bern will Schritt um Schritt inklusiver werden: Ein Projekt mit Vorbildcharakter ist die Zugänglichkeit des Tierparks. Sowohl das Dählhölzli wie auch die Umgebung des Bärengrabens sollen von Menschen mit Seh- oder Mobilitätsbeeinträchtigungen spätestens ab 2025 selbständig besucht werden können. Dazu gehören insbesondere eine barrierefreie Website und hindernisfreie Zugänge zu den Anlagen und zum Bistro.

Mehr Begegnungen im Alltag

In der Schule wie auch in der Freizeit sollen sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen zukünftig vermehrt begegnen können. Um dies zu ermöglichen, werden inklusive Freizeitangebote der Stadt in Institutionen für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen zukünftig besser bekannt gemacht. Die Feriensportwochen stehen beispielsweise allen gleichermassen offen. Auch die Sensibilisierung von Veranstalterinnen und Veranstaltern wird intensiviert, so dass sich Personen mit und ohne Beeinträchtigungen an Events in der Stadt Bern erfreuen können.

Selbständig und unabhängig unterwegs

Die Hindernisfreiheit des öffentlichen Raums und Verkehrs wird auch zukünftig weiter verbessert: ÖV-Haltestellen werden so gestaltet, dass auch Personen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen selbständig ein- und aussteigen können. Der hindernisfreie Zugang zu Park- und Grünanlagen wird weiter verbessert sowie der Verkehrsraum so gestaltet, dass er auch für Personen mit Sehbeeinträchtigungen selbständig passierbar ist. Mit einem Pilotprojekt wird geprüft, wie die Quartier-Entsorgungsstellen auch von Men-schen mit Sehbeeinträchtigungen selbständig benutzt werden können.

Leicht verständliche Texte und Gebärdensprach-Videos

Die Kommunikation der Stadt Bern soll die gesamte Bevölkerung erreichen. Deshalb wird die Barrierefreiheit der Stadtberner Website auch 2021 weiter optimiert. Ausge-wählte Inhalte werden in Leichter Sprache und in Gebärdensprach-Videos zur Verfü-gung gestellt. Auch immer mehr PDF-Dokumente werden barrierefrei gestaltet.

Die aktuellen Projekte und Massnahmen werden in einem Portfolio zusammengefasst und jährlich aktualisiert. Somit wird dem Gemeinderat 2022 der Stand der laufenden Projekte und Massnahmen wieder vorgelegt werden.