Bern: Umbau beim Bollwerk kann starten – Baubeginn 2027

Stadt Bern
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In Bern ist die Teilbaubewilligung für Bollwerk und Henkerbrünnli rechtskräftig. Ab Sommer 2027 wird gebaut, die Arbeiten dauern rund drei Jahre.

Bauarbeiten
Bauarbeiten. (Symbolbild) - Keystone

Während die geplanten Bau- und Verkehrsmassnahmen der Stadt am Bubenbergplatz, beim Hirschengraben sowie auf der Laupen- und der Schanzenstrasse weiterhin durch Beschwerden blockiert sind, können die Arbeiten im Bereich Bollwerk/Henkerbrünnli demnächst beginnen: Die kantonale Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) hat die entsprechende Teilbaubewilligung erteilt.

Im März 2021 haben die Stimmberechtigten der Stadt Bern den Ausführungskredit für die städtischen Bau- und Verkehrsmassnahmen im Zusammenhang mit dem Projekt Zukunft Bahnhof Bern (ZBB) genehmigt. Seit dem Volksentscheid sind zusätzliche Gutachten erstellt, zahlreiche Projektoptimierungen vorgenommen und die entsprechende Überbauungsordnung erarbeitet worden.

Doch das Projekt, dessen Herzstück der Bau einer Personenpassage vom Hirschengraben direkt in den neuen Bahnhofzugang Bubenberg darstellt, ist weiterhin blockiert: Gegen die Verfügung des kantonalen Amts für Gemeinden und Raumordnung sind Beschwerden eingereicht worden, über die nun die Direktion für Inneres und Justiz des Kantons Bern (DIJ) befinden muss.

Bei einem ZBB-Teilprojekt geht es nun aber vorwärts: Die kantonale Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) hat für die geplanten Massnahmen im Umfeld der Reitschule (Bollwerk/Henkerbrünnli) eine Teilbaubewilligung erteilt. Die Frist zur Anfechtung des Entscheids ist ungenutzt abgelaufen; die Teilbaubewilligung ist somit rechtskräftig. Entsprechend kann Tiefbau Stadt Bern nun die Ausführung planen.

Der Baustart ist für Sommer 2027 geplant; die Bauarbeiten dauern rund drei Jahre.

Anpassung des Verkehrsregimes am Bollwerk und beim Henkerbrünnli

Damit der öffentliche Verkehr nach der Eröffnung des erweiterten Bahnhofs (2031) trotz des massiv erhöhten Personenaufkommens weiterhin flüssig zirkulieren kann, muss der motorisierte Individualverkehr auf der Achse Inselplatz-Bubenbergplatz-Bahnhofplatz-Bollwerk um rund 60 Prozent reduziert werden. Dies bedingt auch Anpassungen im Gebiet Bollwerk–Schützenmattstrasse–Henkerbrünnli–Neubrückstrasse.

Die Fahrzeuge der Buslinien 11 und 21 und der Veloverkehr werden Richtung Bierhübeli neu im Gegenverkehr durch die Neubrückstrasse geführt und müssen die Reitschule nicht mehr umfahren. Die Veloführung wird optimiert.

Sämtliche Bushaltestellen werden gemäss Eidgenössischem Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) barrierefrei gestaltet.

Am Bollwerk wird eine bestehende Fahrspur für den motorisierten Individualverkehr (MIV) aufgehoben. Am Knoten Henkerbrünnli wird das Linksabbiegen für den MIV (von der Schützenmattstrasse in die Neubrückstrasse) nicht mehr möglich sein.

Es sind zahlreiche Aufwertungsmassnahmen geplant. Nach Abschluss der Arbeiten wird es im Projektperimeter sieben Bäume mehr haben als vorher. Der Klee-Platz zwischen Hodlerstrasse und Bollwerk wird gestalterisch aufgewertet.

Die Kanalisations-, Gas-, Wasser- und Stromleitungen werden erneuert.

Damit der Bahnhof Bern seine Funktion als Verkehrsdrehscheibe weiterhin erfüllen kann, wird er im Rahmen des Projekts «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) erweitert: Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) baut unterhalb der bestehenden SBB-Gleise einen neuen Bahnhof. Die SBB erstellt eine zweite Personenunterführung mit neuen Bahnhofzugängen beim Bubenbergzentrum und bei der Länggasse. Die Aufgabe der Stadt ist es, sicherzustellen, dass die Reisenden rasch und sicher zum neuen Bahnhof gelangen können.

Um dem Fussverkehr am Bubenbergplatz mehr Platz zur Verfügung stellen zu können, sollen Fahrspuren abgebaut, Aufenthaltsflächen vergrössert und die Grünphasen für Fussgängerinnen und Fussgänger an den Ampeln verlängert werden. Damit auch der öffentliche Verkehr (ÖV) weiterhin flüssig zirkulieren kann, muss der motorisierte Individualverkehr auf der Achse Inselplatz-Bubenbergplatz-Bahnhofplatz-Bollwerk um rund 60 Prozent reduziert werden.

Um die mit der Eröffnung des neuen Bahnhofzugangs (2031) stark ansteigenden Personenströme bewältigen zu können, ist zudem eine unterirdische Personenpassage erforderlich, die von der neuen SBB-Publikumsanlage direkt in den Hirschengraben führt.

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