Bern: Neues Fern- und Reisebusterminal im Neufeld geplant

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Im Neufeld in Bern soll ein vollwertiges Reisebusterminal entstehen. Der Gemeinderat beantragt 2,55 Millionen Franken, das Volk entscheidet im Februar 2027.

Die Stadt Bern will die Innenstadt vom Reisebusverkehr entlasten. Im Neufeld plant sie ein Fern- und Reisebusterminal. (Archivbild)
Die Stadt Bern will die Innenstadt vom Reisebusverkehr entlasten. Im Neufeld plant sie ein Fern- und Reisebusterminal. (Archivbild) - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Stadt Bern will im Neufeld ein Fern- und Reisebusterminal realisieren. Dafür müssen der Zonenplan und die Bauordnung angepasst werden.

Parallel führt die Stadt Bern eine Konzeptstudie durch, um die bestmögliche bauliche Lösung für das neue Terminal zu ermitteln. Durch die Einführung von gesamtstädtischen Parkierungsgebühren für Reisebusse soll dieses künftig selbsttragend geführt werden können. Der Gemeinderat hat die entsprechenden Vorlagen an den Stadtrat überwiesen.

Über die Planungsvorlage werden die Stimmberechtigten voraussichtlich am 28. Februar 2027 entscheiden.

Busreisen sind klimafreundlicher als Flugverkehr und in der Regel auch als individuelle Autofahrten. Als kollektives Verkehrsmittel decken sie ein bestehendes Bedürfnis ab.

In der Stadt Bern besteht bisher kein angemessenes Terminal für den Busreiseverkehr.

Mehrere Vorstösse aus dem Stadtrat fordern eine Verbesserung der heutigen Situation. 2009 wurde im Neufeld von einer privaten Gesellschaft ein Provisorium in Betrieb genommen. Es befindet sich auf Grund des Bundesamts für Strassen (ASTRA), in direkter Nähe zum Autobahnanschluss Neufeld.

Betrieben wird es seit 2024 von der Autoeinstellhalle Waisenhausplatz AG (AWAG), die auch das benachbarte Park+Ride Neufeld betreibt. Das bestehende Provisorium ist zu klein und genügt den grundlegenden Anforderungen nicht. Es verfügt weder über ein Terminalgebäude noch über witterungsgeschützte Aufenthaltsbereiche oder fix installierte Toiletten und ist keine gute Visitenkarte für die Stadt Bern.

Projektierungskredit für Konzeptstudie

Der Gemeinderat möchte deshalb am selben Standort ein vollwertiges, zeitgemässes und attraktives Fern- und Reisebusterminal realisieren. Zur Ermittlung der bestmöglichen baulichen Lösung führt die Stadt Bern eine Konzeptstudie durch. Dafür und für die anschliessende Projektierung beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Kredit in der Höhe von 2,55 Millionen Franken.

Das interdisziplinär zusammengesetzte Siegerteam der Konzeptstudie wird als Generalplanungsteam mit der Projektierung und Ausführung beauftragt.

Über den Baukredit wird nach Vorliegen des ausgearbeiteten Bauprojektes in einer separaten Vorlage entschieden. Bund und Kanton sehen vor, sich mit Beiträgen aus dem Agglomerationsprogramm an den Baukosten zu beteiligen. Die AWAG, eine Gesellschaft im Mehrheitsbesitz der Stadt Bern, soll dereinst auch das neue Terminal betreiben.

Der Gemeinderat hat eine entsprechende Absichtserklärung genehmigt.

Änderung der baurechtlichen Grundordnung

Um die geplante Bebauung zu ermöglichen, ist eine Änderung der baurechtlichen Grundordnung, in diesem Fall des Zonenplans und der Bauordnung sowie des Baulinienplans, nötig. Konkret soll das Areal des Provisoriums einer Zone für öffentliche Nutzungen (Freifläche FB) zugewiesen werden. In der Bauordnung werden zudem die Zweckbestimmung «Infrastruktur» festgelegt sowie die Grundzüge der Überbauung und Gestaltung geregelt.

Über Änderungen der baurechtlichen Grundordnung befinden in der Stadt Bern die Stimmberechtigten. Das Geschäft kommt voraussichtlich am 28. Februar 2027 zur Abstimmung. Das Geschäft kommt voraussichtlich am 28.

Neues Reisebusregime – Anpassung Gebührenreglement

Inhaltlich mit dem Vorhaben Terminal Neufeld zusammenhängend unterbreitet der Gemeinderat dem Stadtrat eine Anpassung des Gebührenreglements für die stadtweite Einführung von Parkiergebühren für Reisebusse. Die Anpassung ist Bestandteil des neu erarbeiteten gesamtstädtischen Reisebusregimes, das Anfang 2026 öffentlich zur Vernehmlassung aufgelegt wurde. Das neue Regime will die Reisebusparkierung schrittweise aus der Innenstadt verlagern.

Durch die Einführung von gesamtstädtischen Parkierungsgebühren für Reisebusse soll das Terminal Neufeld künftig selbsttragend geführt werden können.

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