Bern: Mehr Rasenfelder – Kommission stützt Gegenvorschlag
Die zuständige Kommission empfiehlt dem Stadtrat in Bern den Gegenvorschlag zur Rasensport-Initiative. Die Stimmbevölkerung entscheidet wohl im Februar 2027.

Mit der Initiative «Mehr Rasensportfelder für alle! (Rasensport-Initiative)» verlangt die Stadtbernische Vereinigung für Sport (SVS), dass in der Stadt Bern in Zukunft ein bedarfsgerechtes Angebot an Rasensportfeldern für alle sichergestellt und die Kapazität an Rasensportfeldern innerhalb von 10 Jahren nach der Volksabstimmung um mindestens 12'000 zusätzliche Nutzungsstunden erhöht wird.
Der Gegenvorschlag des Gemeinderats sieht ebenfalls die Sicherstellung eines bedarfsgerechten Angebots an Rasensportfeldern vor, ohne aber die Anzahl der zusätzlichen Nutzungsstunden – wie mit der Initiative beantragt – in der Gemeindeordnung festzuhalten. Die SBK anerkennt die Anliegen der Initiative, unterstützt aber den Gegenvorschlag des Gemeinderats.
Die Kommission hat die Vorlage an ihrer Sitzung vom letzten Montag vorberaten. Dabei steht für sie der zusätzliche Bedarf an Nutzungsstunden für Rasenportfelder ausser Frage. Gemäss den Berechnungen des Gemeinderats werden aufgrund des steigenden Bevölkerungswachstums und des erhöhten zukünftigen Nutzungsbedarfs bis ins Jahr 2030 12'000 Nutzungsstunden fehlen.
In dieser Situation unterstützt die Kommission grundsätzlich die Anliegen der Initiative mit welcher die notwendige Kapazitätserweiterung vorangetrieben und ihr der notwendige Nachdruck verliehen werden soll. Gleichzeitig anerkennt sie aber auch, dass der Gemeinderat mit seiner im November 2024 erlassenen Rasenstrategie bereits einen umfassenden Massnahmenplan zur Kapazitätserweiterung von Rasensportfeldern ausgearbeitet hat. Dass der Gemeinderat im Hinblick auf die Umsetzung dieser Massnahmen darauf verzichten möchte, konkrete Nutzungsstunden in der Gemeindeordnung festzulegen, und sich damit einen gewissen Spielraum bei deren Ausgestaltung und Umsetzung vorbehalten möchte, kann sie nachvollziehen.
Die Gemeindeordnung dient grundsätzlich der Festlegung grundlegender und längerfristig geltender Regelungen, weshalb es aus Sicht der Kommission nicht stufengerecht ist, konkrete Nutzungsstunden darin festzuschreiben. Aus diesen inhaltlichen und formalen Gründen hat sie mit einer knappen Mehrheit beschlossen, dem Stadtrat den Gegenvorschlag zum Beschluss zu empfehlen. Folgt der Stadtrat diesem Antrag, wird die Stimmbevölkerung mutmasslich im Februar 2027 über die Initiative und den Gegenvorschlag des Stadtrats abstimmen können.






