Die Baujagd soll im Kanton Bern weitgehend verboten werden, weil sie oft grausam ist. Dieser Meinung ist der Regierungsrat und empfiehlt deshalb eine breit abgestützte Motion zur Annahme.
Berner Regierungsrat
Der Berner Regierungsrat. (Symbolbild) - Keystone

Der Grünliberale Casimir von Arx verlangt die Gesetzesanpassungen zusammen mit Grossratsmitgliedern von SVP, EVP, FDP, SP, Grünen und Mitte-Partei. Bei der Baujagd wird ein Hund in den Bau eines Fuchses oder eines Dachses geschickt, um die Bewohner ins Freie zu treiben.

Vor dem Bau warten Jäger und Jägerinnen, um die Tiere zu erlegen. Die Baubewohner seien einem hohen Stress ausgesetzt, schreiben die Motionäre. Zudem komme es oft zu unterirdischen Kämpfen mit schweren Verletzungen. Mitunter bleibe ein Hund im Bau stecken.

Der Regierungsrat teilt die Bedenken. Die Baujagd werde nur noch selten ausgeübt, und sie habe keinen flächendeckenden regulatorischen Einfluss auf die Fuchs- und Dachsbestände. Immer wieder komme es zu Verletzungen von Hunden und Wildtieren.

Lokal könne sie aber dazu beitragen, Bestände zu regulieren, Seuchen zu bekämpfen oder die Biodiversität zu fördern. Deshalb sei der Regierungsrat mit einem Verbot zwar grundsätzlich einverstanden. Ausnahmebewilligungen sollten aber weiter möglich sein, so wie dies auch die Motionäre vorsähen.

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