Bern veröfentlicht die Badi-Bilanz für das Jahr 2021. Die Besucherzahlen lagen unter einer Million.
Schwimmbad
Ein Schwimmbad. (Symbolbild) - dpa

Die Besucherzahlen der Berner Freibäder sind im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent tiefer. Sie liegen damit erstmals seit 2014 unter einer Million. Die Gründe liegen beim wechselhaften Wetter im Juli und August und der sanierungsbedingten Schliessung des Freibades Weyermannshaus.

Am Sonntag schliessen die Berner Freibäder ihre Tore. 953'084 Personen haben im Sommer 2021 die Berner Freibäder besucht. Das sind rund 23 Prozent weniger als im Vorjahr (2020:1'240'489). Seit dem Rekordsommer im 2015 (1'509'784 Personen) ist die Besucherzahl damit zum ersten Mal unter eine Million gesunken. Die Gründe für den Rückgang der Besucherzahlen dürften bei der Schliessung des Weyerli sowie der wechselhaften Witterung in den Monaten Juli und August und der hochwasserführenden Aare liegen.

Höheren Besucherzahlen in KaWeDe und Wylerbad

So ist der Besucherrückgang in den Flussbädern Marzili und Lorraine deutlich ausgefallen, während die Freibäder KaWeDe und Wyler sogar deutlich höhere Gästezahlen als im Vorjahr verzeichneten (plus10 bzw. plus13 Prozent). Der Grund für die höheren Besucherzahlen im Freibad Wyler und KaWeDe dürfte darauf zurückzuführen sein, dass es zu einer Verlagerung vom Freibad Weyermannshaus

kam. Dieses blieb aufgrund einer Beckensanierung geschlossen.

«OASE-Weyerli»

Weil die Badesaison im Freibad Weyermannshaus ausfiel, stand mit der «OASEWeyerli» ein Ersatzangebot zur Verfügung. Das Alternativ-Angebot war während 14 Wochen geöffnet. Insgesamt besuchten 75’438 Personen die «OASE» inklusive

Hallenbad, welches während den Sommerferien gratis zugänglich war. Der Gratiseintritt ins Hallenbad zog auch Personen an, welche sonst nicht von diesemAngebot Gebrauch machen. Rachel Picard, Geschäftsführerin der Quartierkommission

Bümpliz-Bethlehem (QBB) zieht eine positive Bilanz: «Insbesondere Familien und Jugendliche konnten vom vielfältigen Angebot der ‹OASE› profitieren.»

Neue Aaresignalisation fällt auf

Als Teil des Massnahmenpakets zur Erhöhung der Aaresicherheit wurde die Signalisation vom Schönausteg bis zum Marzilibad verbessert. Die Besucherbefragungen im Rahmen der Machbarkeitsstudie zum zweiten Aareausstieg zeigen, dass die neue Signalisation den Bootsfahrenden auffällt. So gaben alle Befragten an, die Signalisation gesehen zu haben. Rund 70 Prozent beurteilten die Signalisation als hilfreich und verständlich.

25 Prozent der Befragten hatten die Signalisation wahrgenommen, aufgrund der Kenntnisse vor Ort aber nicht benötigt. Für 6 Prozent war die Signalisation nicht verständlich oder wenig hilfreich.

Die Bewährungsprobe wird indes folgen, wenn mehr Verkehr auf der Aare herrscht – wenn es wieder zu einer «Böötli-Schwemme» kommt wie im Jahr 2020.

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