Der Berner Gemeinderat soll prüfen, ob und wie auf der grossen Allmend zwei bis vier zusätzliche Rasenfelder entstehen könnten. Dafür hat sich der Stadtrat am Donnerstag bei der punktweisen Beratung eines dringlichen Postulates mit knapper Mehrheit ausgesprochen.
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Die 1. Mannschaft von YB trainiert auf der Allmend in Bern. - Keystone

Der Berner Gemeinderat soll prüfen, ob und wie auf der grossen Allmend zwei bis vier zusätzliche Rasenfelder entstehen könnten. Dafür hat sich der Stadtrat am Donnerstag bei der punktweisen Beratung eines dringlichen Postulates mit knapper Mehrheit ausgesprochen.

Mit 35 zu 32 Stimmen bei 6 Enthaltungen überwies das Parlament den allgemein formulierten Auftrag, wonach die Prüfung «unter Einbezug der Quartierorganisationen sowie der bereits heute auf der Allmend beheimateten Sportvereine» geschehen solle.

Keine Mehrheit fanden jedoch drei spezifische Prüfaufträge für eine allfällige Mitfinanzierung der Investitionskosten durch die Berner Young Boys sowie eine spätere Nutzung durch den Berner Fussball-Profiklub. Trainingsplätze für YB dürften nicht auf Kosten des öffentlichen Naherholungsraums gehen, sagte SP/Juso-Sprecher Daniel Ruch.

Die SP war in der Frage gespalten, das Grüne Bündnis wie auch die SVP wollten gar nichts von einer möglichen Beteiligung von YB wissen. Die überparteilichen Urheber des dringlichen Vorstosses wollten den drohenden Engpass bei Rasensportfeldern in der Stadt abwenden.

Nicht nur die YB sondern auch viele andere Sportvereine seien vom akuten Mangel an Trainingsplätzen betroffen, mahnte Tom Berger (FDP/JF). «Bevor es zu einem Verteilkampf kommt, braucht es überhaupt etwas zum Verteilen.»

Mit 66 zu 4 Stimmen klar angenommen wurde die letzte Postulats-Forderung, wonach der Gemeinderat alternative Standorte für Trainingsfelder der Young Boys ausserhalb der grossen Allmend prüfen solle.

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