Mit einem halben Jahr Verspätung fällt am 1. April der erste Startschuss im neuen Kultur- und Kreativzentrum im Basler Kasernenhauptbau. Das Zentrum mit dem Namen k-Haus soll gestaffelt belebt werden.
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Mit einem halben Jahr Verspätung fällt am 1. April der erste Startschuss im neuen Kultur- und Kreativzentrum im Basler Kasernenhauptbau. - Keystone

Noch müssen sich die ersten Nutzerinnen und Nutzer die weitläufigen Räumlichkeiten mit den Handwerkern teilen. Am Mittwoch führte die Betreibergesellschaft k-Haus AG die Medien durch den Hauptbau der Kaserne, den neu grosszügig geöffneten Riegel zwischen dem Kasernenareal und dem Kleinbasler Rheinbord.

Die k-Haus AG ist aus der Organisation Fluxdock entwachsen, die im Mai 2021 vom Kanton Basel-Stadt den Zuschlag als Betreiberin des Zentrums erhalten hat.

Das betrifft nicht das gesamte Zentrum, wie Verwaltungsratspräsident Elias Schäfer sagte. Der Einflussbereich umfasst zwischen 70 und 80 Prozent des Baus. Als separate Mieterinnen und Mieter steht zum Beispiel bereits seit langer Zeit das Kulturzentrum Kaserne Basel fest, das neben den Büroräumen nun neu auch über eine grosszügige Probebühne und drei Künstler-Wohnstudios verfügt. Dazu kommen die Moschee, Räume für den Wasserfahrerverein Basel und drei Gastrobetriebe.

Zwei Gastrobetriebe, das Boulevard-Café im Parterre und die Skybar im Südturm, sind bereits am Einrichten. Die Räumlichkeiten für das Restaurant im südlichen Anbau wurden neu ausgeschrieben.

Herzstück des neuen Zentrums werden aber die von der k-Haus AG verwalteten Räumlichkeiten sein. Dazu gehört die öffentliche Plaza, die zum Verweilen einlädt, aber auch als gedeckter Durchgang vom Kasernenareal zum Rhein dient. Dazu gehören verschiedene Veranstaltungsräume für die unterschiedlichsten Nutzerinnen und Nutzer - allen voran der zentrale grosse Raum mit einer Kapazität von bis zu 200 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Des Weiteren bietet das k-Haus rund 130 Arbeitsplätze in verschiedenen Umgebungen: In den grosszügigen Gängen werden Fix- und Flex-Desks angeboten. In den grossen Räumen zum Rhein befinden sich Co-Working-Spaces. Die Plätze wurden von der Gestaltungsfirma Studio Banana zurückhaltend eingerichtet. Bei der Ausstattung stand das Prinzip der Neunutzung aufgefrischter Möbelstücke aus zweiter Hand im Vordergrund.

Die Betreiberin legt viel Wert darauf, dass kein auf eine lange Dauer angelegtes schläfriges Kreativzentrum entsteht. «Wir wollen, dass das Haus zum Vibrieren kommt wie ein Bienenstock», sagte Schäfer. Das will man mit befristeten Mietverträgen und einer bunten Mischung von Mieterinnen und Mieter erreichen.

Zu den bereits feststehenden Mieterinnen und Mietern gehören unter anderem Terre des hommes Schweiz, das Polyfon Festival Basel, der Feministische Salon und die Basel Youth Initiative.

Die Vibration wird den Kasernenhauptbau oder das k-Haus erst Schritt für Schritt erfassen. Am 1. April ist Einzugstermin für die ersten Mieter, die aber scheinbar zum Teil schon eingezogen sind. Die öffentliche Plaza und damit der Durchgang wird Ende April folgen. Und im Mai und Juni werden die ersten beiden Gastrobetriebe für Leben sorgen.

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