Virenfilter in Tango-Trams und Bussen der Baselland Transport AG (BLT) sind gemäss Angaben des Transportunternehmens erfolgreich. Die Ergebnisse würden eine signifikante Reduktion der Virenlast zeigen, teilte die BLT am Mittwoch mit.
Haltestelle der BLT-Linie 10 von Basel nach Roderstorf in Leymen. 1910 eröffnet, als die damalige Birsigtalbahn (BTB) die Verlängerung von Flüh bis Rodersdorf vollendete.
Haltestelle der BLT-Linie 10 von Basel nach Roderstorf in Leymen. 1910 eröffnet, als die damalige Birsigtalbahn (BTB) die Verlängerung von Flüh bis Rodersdorf vollendete. - Nau.ch / Werner Rolli

Seit dem Frühjahr setzen die BLT in den modernen Tango-Trams und Bussen Filter ein, welche die Luft von Pollen, Staub und Viren befreien. Nun sei «die hohe Effektivität» mittels Labortests belegt. Lüftungsanlagen «weisen eine hohe Reinigungswirkung für feine Aerosole auf», wie es in der Mitteilung heisst. Mehr als 95 Prozent der Partikel würden entfernt.

Die BLT beruft sich auf das Institut für Sensorik und Elektronik der Fachhochschule Nordwestschweiz, das Partikelmessungen im Tango-Tram und im Bus durchgeführt hatte.

Die Filter werden laut BLT viermal pro Jahr durch neue ersetzt. Die Mehrkosten betragen 20 Franken pro Bus respektive 300 Franken pro Tram.

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) wollen das Filtersystem der BLT nicht für ihre Busse und Trams übernehmen, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Die BVB setzten weiterhin auf das aktive Desinfektionssystem. Der Testbetrieb sei nur vorübergehend unterbrochen und werde fortgeführt.

Die BVB hatten letzten April bekanntgegeben, dass sie den Start des Testbetriebs mit einem aktiven Desinfektionssystem verschieben müssten. Grund ist eine fehlende Teilzulassung des Geräts im Rahmen der Schweizer Biozidprodukteverordnung.

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