Wie das Bürgerliche Waisenhaus Basel mitteilt, wird am 22. September 2022 der Kischtli-Bryys 2022 verliehen. Geehrt wird Pia Inderbitzin.
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Basel. - Keystone

Der Kischtli-Bryys («Kischtli» für Waisenhaus) ist die immaterielle Anerkennung der Bürgergemeinde der Stadt Basel für besondere Verdienste in der Kinder- und Jugendarbeit und wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisverleihung ist öffentlich.

Die Kischtli-Bryys-Trägerin 2022, Pia Inderbitzin, engagiert sich seit 22 Jahren ehrenamtlich und in unterschiedlichen Funktionen als Mitglied im Basler Fasnachts-Comité. Lange Jahre war die heutige Obfrau Inderbitzin Leiterin des Ressort Nachwuchs und hat in dieser Funktion viel Aufbauarbeit geleistet und unzähligen Kindern und Jugendlichen die Fasnacht nahegebracht.

Sie hat mit viel Leidenschaft, Ideenreichtum und Fachkenntnis neue Aktivitäten, Anlässe und Projekte entwickelt, die heute fester Bestandteil des jährlichen Fasnachtskalenders sind. Zum Beispiel leitete sie die Arbeitsgruppe «Die 1. Lektion», die jeweils am ersten Freitag und Samstag nach der Fasnacht eine Aktion zur Nachwuchsrekrutierung auf dem Barfüsserplatz organisiert.

Als Lehrerin war es ihr ein grosses Anliegen, dass in den Schulen das Thema Fasnacht adäquat aufgegriffen wird. Zusammen mit ihrer Kollegin im Fasnachts-Comité, Kathrin von Bidder Spichty, die an der Preisverleihung die Laudatio hält, entwickelte sie 2016 die sogenannte Fasnachtskiste.

Diese enthält viel Anschauungsmaterial und Ideen, um Kindern spielerisch und erlebnisorientiert einen Zugang zur Fasnacht zu ermöglichen. Auch an der Einführung der grossen Basler Schulfasnachts-Umzüge, die alle fünf Jahre stattfinden, war Pia Inderbitzin massgeblich beteiligt.

Preisträgerin leistet Beitrag zum Erhalt des Brauchtums Basler Fasnacht

Mit ihrer begeisternden und motivierenden Art hat Pia Inderbitzin es gemäss der Laudatorin geschafft, die Nachwuchsförderung im Fasnachts-Comité zu einem wichtigen Thema zu machen und sie ganz praktisch und konkret umzusetzen. Dafür hat sie viel Herzblut und unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit investiert.

Nach den schwierigen Corona-Jahren, die auch den Fasnachts-Nachwuchs hart getroffen haben, würdigt das Bürgerliche Waisenhaus mit der Verleihung des Kischtl-Bryys an Pia Inderbitzin deren unermüdliches Engagement, das dazu beiträgt, dass Kinder und Jugendliche vom Fasnachts-Virus gepackt werden, und ihrerseits mithelfen, das Brauchtum Basler Fasnacht auch in Zukunft zu erhalten.

Die Kischtli-Bryys-Träger der letzten Jahre zeigen eindrücklich das Engagement für Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Basel. Es reicht von der Pro Natura-Kindergruppe über den Mädchenfussball, die Knabenkantorei, die Jugendarbeit Kleinbasel bis zum Erlenverein und den Bärennächten.

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