Basler Kunstpreis geht an Monika Dillier
Die Basler Künstlerin Monika Dillier erhält den mit 20'000 Franken dotierten Basler Kunstpreis 2026 für ihr langjähriges und eigenständiges Schaffen.

Wie die Stadt Basel mitteilt, zeichnet die Kunstkreditkommission Basel-Stadt seit 2013 in unregelmässigen Abständen Künstler für ihr langjähriges, qualitativ hochwertiges Schaffen mit dem Basler Kunstpreis aus. Nach fünf Jahren wird der mit 20'000 Franken dotierte Preis wiederum verliehen: Ausgezeichnet wird die bildende Künstlerin Monika Dillier (*1947).
Eigenständige künstlerische Position
Die gebürtige Obwaldnerin, die seit Jahrzehnten in Basel lebt, arbeitet oft als Malerin und Zeichnerin, aber auch installativ und performativ. Die Auseinandersetzung mit Körperlichkeit ist für viele Arbeiten prägend. Monika Dillier verarbeitet in ihrem künstlerischen Werk ausserdem Medienbilder, trägt Material aus unterschiedlichen Quellen zusammen und ordnet dieses neu.
Sie ist Mitinitiantin feministischer Projekte im Raum Basel: Dazu zählt das «Erste Manifest grosser und angesehener Künstlerinnen», das 1998 von einem Kollektiv rund um Monika Dillier, Andrea Saemann und anderen Basler Künstlerinnen ausformuliert wurde und Frauen im Kunstbetrieb zu mehr Selbstbewusstsein aufrief. Das Manifest wurde 2019 als Performance aktualisiert.
Bis heute prägen gesellschaftliche Reflexionen und Körperbilder Monika Dilliers poetische und vielschichtige Bildwelten. Vielen Menschen in Basel dürfte auch ihre zwischen 2013 und 2017 realisierte subtile Kunst und Bau-Arbeit «Vier Himmelsrichtungen und der goldene Horizont» im Patio des Krematoriums auf dem Friedhof Hörnli bekannt sein.
Die Kunstkreditkommission würdigt mit der Preisvergabe Monika Dilliers sehr eigenständige Arbeit. Die Kunstkredit-Jury schreibt in ihrer Begründung: «Im individuellen Schaffen wie auch in der kollaborativen Praxis vermittelt Monika Dilliers bildnerisches Werk ihr feministisches Anliegen und ihr kulturgeschichtliches Interesse.»
Kunstkredit-Kommission
Der Basler Kunstpreis wurde 2013 erstmals vom Kunstkredit Basel-Stadt an die Künstlerin Miriam Cahn verliehen. 2016 erhielt der Künstler Eric Hattan den zweiten Basler Kunstpreis.
Letztmals wurde der Kunstpreis 2021 an den Videokunst-Pionier René Pulfer vergeben. Bewerbungen sind nicht möglich.
Die Kunstkredit-Kommission 2026 setzt sich zusammen aus: Kadiatou Nenein Diallo, freischaffende Künstlerin, Vermittlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin; Clemens Fellmann, Künstler; Florian Graf, Künstler; Daniel Morgenthaler, Kurator; Kaspar Müller, Künstler; Barbara Naegelin, Künstlerin; Len Schaller, kuratierende Person; Aja Huber, Vertreterin des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt; Stefanie Proksch-Weilguni, Vertreterin des Präsidialdepartements Basel-Stadt (Vorsitz).
Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 24. September 2026, ab 18 Uhr im Rahmen der Kunstkredit-Jahresausstellung in der Kunsthalle Basel statt. Die Veranstaltung ist öffentlich.






