Die Abteilung Kultur Basel-Stadt ehrte am 22. November 2021, mithilfe einer unabhängigen Fachjury, fünf Filmemacher mit dem «Film- und Medienkunstpreis 2021».
Pokal (Symbolbild)
Pokal (Symbolbild) - shutterstock

Am 22. November 2021 vergaben die Abteilung Kultur Basel-Stadt und kulturelles.bl die Film- und Medienkunstpreise 2021. Frank Matter erhält für den Dokumentarfilm «Parallel Lives» den Basler Filmpreis. Mit dem Basler Kurzfilmpreis wird Thabea Furrer für «Ann’s Pub» ausgezeichnet. Der Basler Medienkunstpreis geht an Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė für «Mouthless Part I» sowie an Ted Davis für «p5.glitch».

Den Spezialpreis für besondere Leistungen im Bereich Regie und Autorenschaft erhalten Christof Schaefer und Yamini Deen für den Dokumentarfilm «Delhi Dreams». Die fünf Preise, welche die beiden Kulturabteilungen im Rahmen ihres partnerschaftlichen Förderprogramms verleihen, sind mit insgesamt 50'000 Franken dotiert.

Der Basler Filmpreis geht an Regisseur und Produzent Frank Matter

Der Basler Regisseur und Produzent Frank Matter wird für seinen Dokumentarfilm «Parallel Lives» (2021) mit dem Basler Filmpreis geehrt. Der Preis ist mit 20'000 Franken dotiert. Zugelassen zum Wettbewerb waren ausschliesslich unabhängige Kinofilmproduktionen ab 60 Minunten Länge. Eingereicht wurden neun Kinofilme unterschiedlicher Genres, drei davon hat die Jury nominiert.

Der Filmemacher Frank Matter porträtiert in seinem Dokumentarfilm Menschen, die wie er am 8. Juni 1964 geboren sind, aber an anderen Orten weltweit. Der Film nimmt mit auf eine bewegende und bildgewaltige Reise durch die letzten Jahrzehnte. Es wird erfahren, wie Epochen und Orte das Leben dieser fünf Menschen geprägt haben. So fügen sich nach und nach die Erzählungen der Protagonisten zu einem vielschichtigen Fresko der Zeit zusammen.

Thabea Furrer wird mit dem Basler Kurzfilmpreis geehrt

In der Kategorie Kurzfilm ehrt die Jury «Ann’s Pub» (2021) von Thabea Furrer. Der Basler Kurzfilmpreis ist mit 10'000 Franken dotiert. Der Kurzdokumentarfilm ist ein feinfühliges Porträt einer starken und eigenwilligen Frau und ihres etwas aus der Zeit gefallenen familiären Lokals. Ann geht nie aus, da sie gleich hinter dem Tresen ihres kleinen Pubs wohnt. Das Flannery’s im irischen Athlone ist wie eine Bühne, auf der die Protagonistin und ihre Gäste Abend für Abend ihre Rollen spielen.

Diese Kategorie richtet sich an Filme von bis maximal 60 Minuten Länge, ungeachtet ihres Genres. Aus vierzehn eingereichten Kurzfilmen hatte die Jury drei Filme nominiert.

Der Basler Medienkunstpreis geht an zwei Projekte

Der Basler Medienkunstpreis ist mit 10'000 Franken dotiert. Ausgezeichnet mit je 5000 Franken sind die Projekte «Mouthless Part I» (2020) von Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė sowie «p5.glitch» (2020) von Ted Davis.

Eingabeberechtigt waren in dieser Kategorie audiovisuelle künstlerische Produktionen (Videokunst, Experimentalfilm, Kunstfilm) sowie computerbasierte künstlerische Projekte. Von neunzehn eingereichten Projekten nominierte die Jury vier.

Die zwei Siegerprojekte befassen sich mit unterschiedlichen Thematiken

In ihrer Videoarbeit «Mouthless Part I» untersuchen Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė die Beziehung zwischen Natur, Folkore und Horror. Die Künstlerinnen recherchierten zu Hexenprozessen in Freiburg und präsentieren ihre Erkenntnisse in Form einer fragmentierten Erzählung über eine Familie.

Mittels Webbrowser-Fähigkeiten innerhalb der Canvas-html-Element-Sandbox erforscht Ted Davis mit seinem Projekt «p5.glitch» , wie weit man im Browserraum eine digitale Datei lesen, bearbeiten und schreiben kann. Die von ihm entwickelte Kerntechnologie von GLITCH.ext ist kostenlos und steht allen zur freien Verwendung und Weiterentwicklung offen.

Der Spezialpreis ehrt hervorragende Leistungen im Bereich Regie und Autorenschaft

Ausserdem vergibt die Jury über die festen Preiskategorien hinaus einen Spezialpreis – dies bereits zum dritten Mal seit der Einführung des neuen Fördermodells BS/BL. Christof Schaefer und Yamini Deen werden für ihren Dokumentarfilm «Delhi Dreams» (2020) für ihre hervorragenden Leistungen im Bereich Regie und Autorenschaft prämiert. Der Spezialpreis der Jury ist mit 10'000 Franken dotiert.

Die Förderung für Film und Medienkunst BS/BL stärkt innovative Produktionen der Region Basel

Das partnerschaftliche Fördermodell der beiden Kantone ist seit Januar 2016 in Kraft. Die Förderung für Film und Medienkunst BS/BL stärkt die Region Basel als Kreations- und Produktionsstandort für qualitätsvolle und innovative audiovisuelle Produktionen und digitale Medien. Als Teil des Förderprogramms zeichnet sie hervorragende Filme und Medienkunstprojekte aus, die im laufenden oder im Jahr zuvor realisiert wurden.

Alle Preisvergaben erfolgen auf Empfehlung einer unabhängigen und von den beiden Kulturabteilungen Basel-Stadt und Basel-Landschaft eingesetzten Fachjury. Einsitz in der diesjährigen Jury haben Gabriela Löffel, Thomas Hämmerli und Anne Walser.

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