FC Baden verliert trotz Chancenplus in Locarno
Der FC Baden verliert auswärts beim FC Locarno mit 1:3 und kassiert die zweite Saisonniederlage. Trotz klarer Überlegenheit fehlt vor dem Tor die Effizienz.

Wie der FC Baden mitteilt, kassiert die Mannschaft die zweite Niederlage in dieser Saison. Locarno nutzt seine wenigen Chancen zu einem 3:1. Es gibt Tage, da klappt trotz aller Bemühungen fast gar nichts. Ein solchen Tag erlebten die Fussballer des FC Baden am Lago Maggiore. Im Stadion Lido zu Locarno spielten sie die Hausherren praktisch an die Wand.
Doch am Ende jubelten die Gastgeber über drei Punkte. Die Gäste gaben alles, kämpften bis zuletzt, doch mehr als ein Tor brachten sie in den 100 Minuten nicht zustande. Teilweise glich die Partie einem Handballspiel. Die Badener belagerten den Strafraum des Gegners, doch viel sprang dabei nicht heraus. Immer wieder blieben sie auf dem Weg zum Tor in der vielbeinigen Abwehr der Tessiner hängen.
Baden dominiert, liegt zur Pause aber 1:2 zurück
Von Beginn an übernahm der FC Baden das Kommando. Die Gastgeber suchten ihr Heil mit Kontern und waren dabei durchaus gefährlich. Stéphane Zobo schoss nach drei Minuten aus kurzer Entfernung vorbei. Dann häuften sich die Badener Chancen. Giovanni La Rocca fiel im Strafraum, der Pfiff blieb aus, wie schon 15 Sekunden nach Spielbeginn auf der anderen Seite.
Elis Isufi traf mit dem Kopf den Pfosten, Alessandro Barletta hämmerte den Ball aus zehn Metern genau auf Goalie Nathan Pellanda. Dann setzte Zobo einen Kopfball auf die Latte, doch es schien nur eine Frage der Zeit bis zur Badener Führung. La Rocca scheiterte frei am Torhüter, Ensar Huruglica setzte den Nachschuss drüber.
Und dann vergassen die Badener Niko Stojcev nach einer Flanke von Michael Kabamba am hinteren Pfosten: 1:0. Barletta verpasste den Ausgleich, traf aber eine Minute später doch. Nach tollem Pass von Endrit Ukshini zirkelte er den Ball ins kurze Eck.
Alles schien wieder in Ordnung, bis erneut Stojcev am hinteren Pfosten vergessen ging. Unbedrängt köpfelte er nach einer Ecke den Ball ins Netz. Ganz unverdient war das nicht einmal, hatten die Badener trotz aller Überlegenheit vor dem Tor zu wenig Durchschlagskraft.
Nichts Neues nach der Pause
Auch nach der Pause ging es im selben Stil weiter. Mit einem kleinen Unterschied. Die Badener taten sich noch schwerer, den Ball wirklich aufs Tor zu bringen. Passierte das dann doch einmal, hielt Pellanda sicher. Nach gut zehn Minuten folgte dann auch ein weiterer Nackenschlag.
Schiedsrichter Ian Louis sah kein Foul, als Diego Rhein beim Schussversuch einen Schlag auf den Fuss kassierte. Und dann machte Mirko Facchinetti mit einem Sonntagsschuss praktisch den Sack zu. Von weit ausserhalb des Strafraums schlenzte er von der Seite den Ball genau ins weite obere Eck. Die endgültige Entscheidung verpasste Zobo, der alleine vor dem Tor drüber schoss.
Die Badener kämpften weiter, doch immer weniger gefährlich wurden sie. Die klaren Chancen blieben bei aller Überlegenheit aus. Bis auf einen Penalty tief in der Nachspielzeit. Nach einem indirekten Freistoss jagte Barletta den Ball ins Netz, abgefälscht von einem Tessiner. Statt auf Tor zu entscheiden gab der Schiedsrichter Penalty. Und mit dem scheiterte Barletta an Pellanda.
«Wir müssen mehr rausholen», sagte Badens Trainer Ivan Previtali. Zweimal sei die Abwehr bei den Eckbällen schlecht gestanden, das dürfe nicht passieren. «Und vorne müssen wir vor dem Tor viel konkreter sein, viel giftiger, entschlossener», betonte er. Viel zu wenig habe seine Mannschaft aus der Überlegenheit und den Chancen, vor allem vor der Pause, gemacht.










