Dank einer starken Torhüterleistung holt der STV Baden den dritten Sieg in Folge und gewinnt gegen Handball Stäfa mit 25:29.
Handball (Symbolbild)
Handball (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/HERIBERT PROEPPER

In einer von starken Torhüterleistungen geprägten Partie holt Städtli 1 den dritten Sieg in Folge. Bei der Begegnung im Mai hatte er die Badener Angreifer schier verzweifeln lassen, und auch in dieser Partie war er wieder eine auffällige Figur.

Der kleine, sehr junge Stäfner Torwart Ramon Kusnader, Jahrgang 2005, brachte es auf eine starke 39-Prozent-Quote und wurde auch zum MVP seiner Mannschaft gewählt – das reichte aber nicht, um die Punkte in der Heimhalle zu behalten.

Baden dominiert die ersten Minuten

Zu Beginn der Partie überzeugte Baden mit guten Angriffsauslösungen und einer soliden Deckung, die nur bei den Schlagwürfen von Laurin Rinderknecht gelegentlich schlecht aussah.

Spielerischer Höhepunkt in der 24. Minute: ein schön herausgespieltes Fliegertor. Bis zur Pause war das Badener Spiel dann eher geprägt durch vermeidbare Fehlwürfe, gelegentliche Defensivschwächen und unnötige Zeitstrafen. Zur Halbzeit resultierte daraus ein magerer 11:13-Vorsprung.

Stäfa kommt stärker aus der Pause

Die zweite Halbzeit sah ein erstarkendes Stäfa, das immer wieder von technischen Fehlern der Stadtturner profitierte. In dieser Phase schienen wie schon im letzten Spiel die Paraden von Ramon Kusnar den Unterschied zu machen.

Diesmal konnte Städtli mit Marco Wyss aber auf einen mindestens ebenbürtigen Schlussmann zählen – und in der Offensive auf Amer Zildzic, der immer wieder Verantwortung übernahm, sich kraftvoll durchsetzte und damit seinen Mitspielern zeigte, welche Würfe zu Toren führen.

Gegen Ende der Partie profitierte Städtli dann auch von diskutablen Zeitstrafen gegen das Heimteam und hielt den bis zuletzt anstürmenden Gegner schliesslich erfolgreich auf Distanz. Test bestanden, Revanche gelungen.

Baden spielt stark und besser als in der vergangenen Saison

Baden holt aus den drei Spielen in einer Woche das Maximum heraus und war auch in Stäfa die kompaktere und abgeklärtere Mannschaft. Ein klarer Fortschritt gegenüber vergangener Saison.

Im Abschluss wie in der Defensive gibt es aber immer noch einiges Verbesserungspotenzial. Gegen Handball Endingen – das in der Tabelle mit Städtli die Plätze getauscht hat – ist definitiv eine Steigerung gefragt.