Wie die Gemeinde Schlatt TG mitteilt, müssen die Einwohner ab dem 1. Januar 2023 höhere Stromtarife zahlen.
Die Gemeindeverwaltung von Schlatt im Zürcher Weinland.
Die Gemeindeverwaltung von Schlatt im Zürcher Weinland. - Nau.ch / Simone Imhof
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Der Energiepreis im Versorgungsgebiet des EW Schlatt wird 2023 massiv höher ausfallen. Dies ist aufgrund der steigenden Preise auf dem Strommarkt leider unumgänglich. Die Energiebeschaffung am Strommarkt wird durch die EKT Energie AG mittels Beschaffungsstrategie für drei Jahre im Voraus getätigt.

Diese Beschaffungsstrategie wird im Versorgungsgebiet des EW Schlatt seit 2021 angewendet. Dadurch sollte ein möglichst günstiger durchschnittlicher Energiepreis resultieren. Seit Ende 2021 haben verschiedene Faktoren den Strompreis am Markt in die Höhe getrieben.

So zum Beispiel der Umgang mit fossiler Energie, der Atomausstieg, die CO2-Abgabe, aber auch aktuelle politische Themen. Die Situation hat sich mit dem russisch-ukrainischen Konflikt im laufenden Jahr noch verschärft.

Nach den tiefen Energiepreisen der vergangenen Jahre steigt das Niveau rasant an und die Tendenz zeigt momentan nur in eine Richtung und zwar nach oben. Leider lässt die Kostenrechnung im Stromhandel im EW Schlatt keine Abfederung der steigenden Strompreise zu und erfordert eine Anpassung des Energiepreises für das Jahr 2023.

Ein durchschnittlicher Haushalt muss deutlich mehr zahlen

Die Tarifanpassung wirkt sich für einen durchschnittlichen Haushalt mit 4500 Kilowattstunden Jahresstrombezug mit rund 880 Franken aus. Bei den öffentlichen Abgaben steigt die Systemdienstleistung (SDL) um 0,30 Rappen. Dies bringt eine Kostensteigerung für einen durchschnittlichen Jahresbezug von 4500 Kilowattstunde von rund 13 Franken mit sich. Die Netznutzungskosten bleiben analog dem Jahr 2022 bei 5,25 Rappen.

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