Da eine Pumpe des Grundwasserpumpwerks Seewerben in Rheinau defekt ist, hat der Gemeinderat die Reaktivierung des Grundwasserpumpwerks Rheingasse beschlossen.
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Die heutige Wasserbeschaffung der Gemeinde Rheinau erfolgt mit zwei Bohrlochpumpen aus dem Jahr 1959 ab dem Grundwasserpumpwerk Seewerben (Nähe Vita-Parcours). Eine dieser beiden Pumpen ist defekt und muss dringend ersetzt werden. Bei einem Ausfall auch noch der zweiten Pumpe wäre die Wasserversorgung nicht mehr sichergestellt. Mit dem Grundwasserpumpwerk Rheingasse (vis-à-vis der Spitzkirche) verfügt die Gemeinde Rheinau über ein weiteres Bohrloch mit einer Konzession für die Notwasserversorgung.

Eine Unterwasserpumpe wird installiert

Der Gemeinderat hat an der Sitzung vom 4. Oktober 2021 beschlossen, als dringliche Sofortmassnahme das Grundwasserpumpwerk Rheingasse zu reaktiveren und ans Leitungsnetz anzuschliessen. Dazu wird eine Unterwasserpumpe installiert und die 365m lange Verbindungsleitung bis zum Anschluss an das bestehende Leitungsnetz in der Rheingasse wird gereinigt und in Betrieb gesetzt.

Ein Ersatz der defekten Pumpe im Grundwasserpumpwerk Seewerben kommt nicht in Frage, da aufgrund einer durch das AWEL beschlossenen Konzessionsanpassung die Gemeinde Rheinau ab dem Jahr 2023 im Seewerben keine eigene Grundwasserpumpe mehr betreiben wird. Die Wasserlieferung erfolgt dann aus Effizienzgründen über die dort installierten Pumpen der Wasserversorgung Kohlfirst.

Das Pumpwerk Rheingasse soll als zweites Standbein der Wasserversorgung dienen

Das Notwasserprovisorium, d.h. der Anschluss des Grundwasserpumpwerks Rheingasse löst gebundene Kosten in Höhe von ca. 49'000 Franken aus. Ein Auszug aus dem Beschluss des Gemeinderates wird vom 8. Oktober 2021 bis 13. Oktober 2021 in den Anschlagkästen der Gemeinde Rheinau publiziert.

Das Pumpwerk Rheingasse soll ab Ende 2022 nicht nur für die Notwasserversorgung genutzt werden können, sondern neben dem Wasserbezug aus dem Pumpwerk Seewerben generell als zweites Standbein der Wasserversorgung der Gemeinde Rheinau dienen. Die Arbeiten dazu laufen in Abspracht mit dem AWEL. Damit können die jetzigen unaufschiebbaren Investitionen auch längerfristig genutzt werden.

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