Nach zwei Abgängen im Rektorat des Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri (BWZ Uri) innerhalb von zwei Jahren hat der Kanton eine externe Person eingesetzt, um die Situation zu evaluieren. Sie solle sodann auch der künftigen Schulleitung als Coach zur Seite stehen.
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Hand tippt auf Tablet - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv

Der aktuelle Rektor verlässt das BWZ per 31. Januar 2022, nachdem er den Posten am 1. August 2020 angetreten hatte. Sein Vorgänger war 2019 gar nach nur wenigen Monaten im Amt wieder gegangen. Landrat Bruno Arnold (parteilos) wollte am Mittwoch in der Fragestunde von der Regierung wissen, was sie gegen die hohe Fluktuation am BWZ zu tun gedenke.

Komme nämlich dazu, dass es auch in der Leitung der Abteilung Weiterbildung innert kurzer Zeit zwei Abgänge gegeben habe. Unter anderem sei die Rede von strukturellen Problemen im Urner Bildungswesen, auch das Wort Mobbing sei ihm zu Ohren gekommen, sagte Arnold.

Bildungsdirektor Beat Jörg (CVP) hielt fest, dass es sich bei den Abgängen um eine Verkettung unglücklicher Zufälle handle, «die in jedem Falle anders gelagert sind». Es gebe kein wiederkehrendes Muster, das auf gravierende strukturelle Defizite oder personelle Verwerfungen schliessen lassen würde.

Das ändere aber nichts daran, dass die hohe Fluktuation die Regierung mit Sorge erfülle. Daher habe man bereits nach dem ersten Wechsel angefangen, die Struktur zu evaluieren, dabei aber keine gravierende Probleme aufgedeckt. Auch habe man das Rekrutierungsverfahren weiterentwickelt und «nach allen Regeln der Kunst geführt».

Um nun aber wirklich auszuschliessen, dass weder strukturelle Probleme noch personelle Verwerfungen übersehen wurden, habe man einen externen Spezialisten eingesetzt. Dieser werde bis Anfang 2022 die relevanten strukturellen und personellen Belangen in der Führung des BWZ Uri analysieren. Nach der Wahl der neuen Schulleitung soll er dieser als Coach zur Verfügung stehen.

Derweil sei die Nachfolgesuche bereits gestartet, eine interne Bewerbung liege vor.

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