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Obfelden testet digitales Abstimmen mit E-Counting

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Knonaueramt,

Ab Juni 2026 zählt Obfelden Stimmzettel digital statt manuell. Das neue E-Counting soll Auszählung vereinfachen und Fehler reduzieren.

Gemeindehaus Obfelden.
Gemeindehaus Obfelden. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Gemeinde Obfelden mitteilt, werden beim sogenannten «E-Counting» die Stimmzettel nicht mehr manuell sortiert und gezählt, sondern eingescannt und softwaregestützt ausgewertet. Möglich ist das dank eines einheitlichen, maschinenlesbaren Stimmzettels, auf dem alle eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Vorlagen eines Urnengangs aufgeführt sind.

Die Stimmberechtigten setzen ihre Stimme, indem sie ein Kreuz in das entsprechende Feld eintragen. Die bisherige handschriftliche Angabe von «Ja» oder «Nein» entfällt.

Beim Abstimmungssonntag vom 14. Juni 2026 wird «E-Counting» in mehreren Zürcher Gemeinden erstmals angewendet. Nach aktuellem Stand beteiligen sich neun Gemeinden: Seuzach, Zollikon, Hittnau, Egg, Küsnacht, Rafz, Meilen, Regensdorf und Obfelden.

Die neun Gemeinden umfassen etwa 58'000 Stimmberechtigte, das sind knapp 6 Prozent der Stimmberechtigten im Kanton. Es steht weiteren Gemeinden frei, E-Counting künftig ebenfalls einzuführen.

Aufwand und Fehler reduzieren

Das neue Verfahren vereinfacht die Stimmabgabe und reduziert den organisatorischen Aufwand in den Gemeindewahlbüros erheblich. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die Fehleranfälligkeit bei der Auszählung zu verringern.

«E-Counting» ist in der Schweiz etabliert und wird bereits in über 100 Gemeinden und Städten eingesetzt. Der Bundesrat hat den Einsatz für eidgenössische Vorlagen im Jahr 2018 bewilligt und klare Anforderungen definiert, um die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit der Auszählung zu gewährleisten.

Dazu gehören unter anderem technische Kontrollen, die Durchführung repräsentativer Stichproben sowie klare Zugriffsregelungen.

Die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich bewilligt den Einsatz dieser Technologie jetzt auch für kantonale und kommunale Abstimmungen im gesamten Kantonsgebiet. Die Verantwortung für die korrekte Auszählung verbleibt beim zuständigen Gemeindewahlbüro.

Einsatz vorerst nur bei Abstimmungen

Der erstmalige Einsatz von E-Counting wird von der Geschäftsstelle «egovpartner» koordiniert und vom Statistischen Amt fachlich begleitet. Die operative Umsetzung erfolgt durch die Gemeinden, die die notwendige Software und die Infrastruktur eigenständig beschaffen.

Vorerst wird «E-Counting» ausschliesslich bei Abstimmungen eingesetzt. Für eine Anwendung bei Wahlen besteht im Kanton zurzeit noch keine gesetzliche Grundlage.

«Ich freue mich, dass Obfelden im Bereich der Digitalisierung weiter vorangeht und wir wichtige Erfahrungswerte für andere Gemeinden sammeln können» so Gemeindeschreiberin Michelle Meier.

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