Heilpädagogische Schule bleibt vorerst im Schulhaus Stigeli
Die Heilpädagogische Schule Affoltern verlängert ihr Mietverhältnis bis Sommer 2030. Bis zum Neubau Wolhusen 2029/30 arbeiten HPS und Primarschule eng zusammen.

Wie die Stadt Affoltern berichtet, ist die Heilpädagogische Schule (HPS) Affoltern seit ihrer Gründung 1969 auf dem Schulareal der Primarschule Affoltern am Albis, im Schulhaus Stigeli, eingemietet. Bis 2023 unterhielt der Schulzweckverband Bezirk Affoltern (SZV) einen jährlich kündbaren Mietvertrag mit der Stadt Affoltern.
Gabriela Nüesch, Ressortvorsteherin HPS im Schulzweckverband: «Als wir dies bemerkten, nahmen wir Kontakt mit der Stadt Affoltern am Albis auf und einigten uns auf einen Fünfjahresvertrag, bis zum Sommer 2028, da Verbandschulpflege und Delegierte eine Alternative für realistisch hielten.
Rückblickend zeigt sich, dass ein längerfristig gesicherter Verbleib zusätzliche Planungssicherheit geschaffen hätte. Lange sah es mit der Raumsuche gut aus. Als sich das Projekt Brauipark jedoch als nicht realisierbar herausstellte, veränderte sich die Planungssituation grundlegend.»
Neubau Wolhusen ohne HPS
Als der Schulzweckverband im November 2024 Kontakt mit der Stadt Affoltern am Albis aufnahm, hatten die Stimmberechtigten von Affoltern am Albis zwischenzeitlich dem Projektierungskredit für den Schulhausneubau Wolhusen zugestimmt.
Das Projekt wird nötig, um die kontinuierlich steigenden Schülerzahlen bewältigen zu können und auch künftig ausreichend und zeitgemässen Schulraum für die Primarschule Affoltern am Albis anbieten zu können.
Die Stadt Affoltern am Albis plante den Schulhausneubau Wolhusen unter der Annahme, dass die HPS im Sommer 2028 wegziehen würde und hat deshalb keine Schulräume für die HPS vorgesehen.
Eliane Studer Kilchenmann, Stadträtin Immobilien, hält fest: «Den zusätzlichen Raumbedarf der HPS nachträglich ins Projekt aufzunehmen, hätte das Projekt grundlegend verändert. Dies hätte eine umfassende Projektanpassung und die Einholung eines neuen Projektierungskredits erforderlich gemacht. Dadurch wäre der dringend benötigte zusätzliche Schulraum für die Primarschule Affoltern am Albis nicht rechtzeitig fertiggestellt worden.»
Verlängerung des Schulraums bis 2030
Derzeit arbeiten beide Behörden daran, die Möglichkeiten für einen Verbleib der HPS in der Stadt Affoltern am Albis zu prüfen. Da die Abklärungen umfangreich und zeitintensiv sind, hat der Stadtrat dem Schulzweckverband eine Verlängerung des Mietverhältnisses im Schulhaus Stigeli bis zum Sommer 2030 in Aussicht gestellt.
Die aktuelle Prognose der Eckhaus AG Städtebau Raumplanung sagt für die Primarschule Affoltern am Albis aufgrund der Geburtszahlen sowie der Bautätigkeit im Stadtgebiet auf dem Primarschulareal Stigeli in den nächsten Jahren ein kontinuierliches Wachstum an Schulklassen voraus.
Bis zum Schuljahr 2030/2031 wird mit sieben bis acht zusätzlichen neuen Primarschulklassen gerechnet. Dieses Wachstum wird, bei einem Ja an der Urne zum Realisierungskredit im Frühjahr 2027, ab Sommer 2029 über den Schulhausneubau Wolhusen abgedeckt werden können. Bis dieser jedoch bezugsbereit ist, besteht Schulraumknappheit.
Herausforderung gemeinsamer Schulbetrieb
Ein Nebeneinander von HPS und Primarschule auf dem Primarschulareal Stigeli in der Zeitspanne 2028 bis 2030 ist eine grosse Herausforderung für beide Schulen. Es bringt gewisse Einschränkungen im Schulalltag mit sich und bedingt eine enge Zusammenarbeit und ein gegenseitiges Entgegenkommen der beiden Behörden, von Lehrpersonen und Mitarbeitenden.
Beide Behörden sind zuversichtlich, in den kommenden Monaten gemeinsam eine gute Lösung erarbeiten zu können, die sowohl den kurzfristigen als auch den langfristigen Bedürfnissen sowohl der HPS als auch der Primarschule Affoltern am Albis gerecht wird.









