Der FC Aarau kommt in einem sehr unterhaltsamen, von vielen Wendungen geprägten Kräftemessen mit dem FC Winterthur zu einem 3:3-Unentschieden.
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Symbolbild - Keystone

Aus Aarauer Sicht begann auch das zweite Gastspiel auf dem Bergholz in der laufenden Woche nicht wunschgemäss. Zwar traf Léon Bergsma bereits in der sechsten Minute mit einem Kopfball zur Führung, doch der Treffer wurde aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung von Filip Stojilkovic annulliert. Auf der Gegenseite wurde ein unnötiges Foulspiel von Donat Rrudhani an Sayfallah Ltaief mit einem Elfmeterpfiff bestraft, woraufhin Anas Mahamid vom Penaltypunkt zur Führung der Hausherren einnetzte (12.). Im Gegensatz zur 0:7-Niederlage gegen den FC Wil liessen sich die Schützlinge von Cheftrainer Stephan Keller von solchen Unwägbarkeiten nicht aus dem Konzept bringen; stattdessen folgte eine rasche Antwort.

In der 17. Minute traf Kevin Spadanuda – nach einem starken Doppelpass mit Liridon Balaj – von linksaussen frei vor Goalie Dario Marzino zum Ausgleich. In der Folge gelang es dem FCA vermehrt, seine spielerischen Qualitäten auf dem künstlichen Terrain zu zeigen, doch das finale Zuspiel liess zu wünschen übrig; stattdessen kam Winterthur nach einer halben Stunde durch einen Distanzschuss von Remo Arnold entgegen dem Spielverlauf zur abermaligen Führung. Alle weiteren Chancen vor der Halbzeitpause verfehlten ihr Ziel auf beiden Seiten.

Die Aarauer überzeugten mit ihrer grossen Moral und durften in der 52. Minute über den neuerlichen Ausgleich jubeln: Nach einem öffnenden Zuspiel durch Mats Hammerich traf Mickaël Almeida flach in die linke Ecke. Danach sahen Rrudhani (54.) und Jérôme Thiesson (57.) ihre Abschlüsse geblockt, ehe auch Almeida (64.), Stojilkovic (70.) und Hammerich (79.) trotz guten Ansätzen nicht zu reüssieren wussten. Auf der Gegenseite war Torhüter Simon Enzler einzig bei den unplatzierten Versuchen von Samir Ramizi (61.) und Gezim Pepsi (65.) gefordert – auch dank der konzentrierten Defensivarbeit seiner Vorderleute.

Es war bezeichnend für die enormen Bemühungen der Gäste, dass sie zwar 19 Abschlüsse abgaben, aber nur drei Versuche aufs Tor fanden – und immer schlug es hinter Goalie Marzino ein. So auch in der 86. Minute: Nach einer Hereingabe durch Rrudhani köpfte wiederum Almeida am nahen Torpfosten zur erstmaligen Aarauer Führung ein. Aber die Freude währte nur kurz, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später zappelte das Leder auch nochmals im Netz von FCA-Schlussmann Enzler. Aus dem Hinterhalt traf Ramizi nach einem Corner zum 3:3-Endstand im Bergholz, sodass die Gäste trotz einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zum Dienstag wiederum wertvolle Punkte im Aufstiegsrennen abgeben mussten.

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