Zwei Klimaziele im Verkehr in Basel-Stadt stehen auf der Kippe
Im Kanton Basel-Stadt drohen zwei Klimaziele im Bereich des motorisierten Individualverkehrs (MIV) zu scheitern. Dies schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) in einer Mitteilung zu den Verkehrskennzahlen des Jahres 2025.

Der Kanton verfolgt im Rahmen seiner Klimastrategie das Ziel, dass der MIV bis 2037 gegenüber 2019 ausserhalb der Autobahnen um ein Drittel zurückgehen soll. «Dieses Ziel ist ohne weitere Massnahmen kaum noch zu erreichen», heisst es im Communiqué vom Mittwoch. Im vergangenen Jahr habe er nur einen Prozentpunkt unter dem Niveau von 2019 gelegen.
Der MIV auf den Stadtstrassen habe gegenüber 2024 um vier Prozent zugenommen. Dies hänge jedoch mit einer Verlagerung von der Autobahn zusammen, da der Bund auf der Osttangente baue. Immerhin nehme der der MIV insgesamt nicht zu, womit ein Ziel des Umweltschutzgesetzes eingehalten werde. Auf Kantonsgebiet sei er um 3 Prozent zurückgegangen.
«Ebenfalls praktisch nicht mehr zu erreichen» ist das Ziel, dass bis 2030 ein Fünftel aller Autos umweltschonend sein sollen, wie das BVD weiter schreibt. Ihr Anteil habe von 2024 auf 2025 hin lediglich von 1,3 auf 1,4 Prozent zugenommen. Der Trend zu grösseren und schwereren Fahrzeugen sei ungebrochen. Als umweltschonend gelten Autos, die emissionsarm sind, im Betrieb kein CO2 ausstossen, weniger wiegen als 1,7 Tonnen und der Effizienzklasse A zugeordnet sind.
Nachdem der Veloverkehr im Jahr 2024 stagniert ist und bei 165 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 lag, stieg er im vergangenen Jahr auf 175 Prozent, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. Damit folge er wieder dem Trend der vergangenen Jahre. Darum wolle der Kanton in den kommenden Jahren sichere und komfortable Veloverbindungen ausbauen.
Beim öffentlichen Verkehr (ÖV) liegt das Niveau noch immer sieben Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie, wie es weiter heisst. Im Vergleich zum Vorjahr habe die Nutzung im 2025 aber um ein Prozent zugenommen.






