Xbox-Chef Phil Spencer tritt ab
Der Xbox-Gründungsvater Phil Spencer verlässt Microsoft nach 38 Jahren. Asha Sharma übernimmt als neue Gaming-CEO.

Phil Spencer tritt als CEO von Microsoft Gaming ab und geht in den Ruhestand. Das berichtet die «GamesWirtschaft» nach Bekanntwerden eines internen Memos vom 20. Februar 2026.
Spencer begann seine Karriere 1988 als Praktikant bei Microsoft und prägte die Xbox-Marke seit deren Anfängen. Wie «Play3.de» schreibt, übernahm er 2014 die Leitung der Xbox-Sparte und wurde 2022 zum CEO von Microsoft Gaming ernannt.
Unter seiner Führung wuchs das Gaming-Geschäft von Microsoft erheblich. Wie «CNBC» berichtet, hat er das Unternehmen durch die grossen Übernahmen von Activision Blizzard, ZeniMax und Mojang geleitet.
Neue Führung und gleichzeitige Abgänge
Gleichzeitig mit Spencer verlässt auch Xbox-Präsidentin Sarah Bond das Unternehmen. Wie «GamesWirtschaft» schreibt, galt Bond lange als logische Nachfolgerin Spencers.
Neue CEO von Microsoft Gaming wird Asha Sharma, die zuletzt als Präsidentin der CoreAI-Abteilung bei Microsoft tätig war. Sharma arbeitete zuvor beim Lieferdienst Instacart und beim Facebook-Konzern Meta.
Matt Booty, bisheriger Chef der Xbox Game Studios, steigt zum Chief Content Officer auf. Er berichtet künftig direkt an Sharma, wie «Variety» festhält.
Abrupter oder geplanter Abgang von Xbox-Chef Phil Spencer
Sharma bekannte sich in ihrer ersten Stellungnahme zu drei Eckpunkten: erstens grosse Spiele, zweitens ein Konsolen-First-Ansatz und drittens neue Geschäftsmodelle. Laut «GamesWirtschaft» erteilte sie dabei aggressiver Monetarisierung und seelenlosem KI-Content eine klare Absage.

Ob Spencers Abgang vollständig freiwillig war, ist nicht restlos geklärt. Wie «Playfront» berichtet, soll ein Insider angegeben haben, Spencer habe ursprünglich erst nach der Lancierung der nächsten Xbox-Konsolengeneration zurücktreten wollen.
Microsoft-CEO Satya Nadella bestätigte, dass die Nachfolgeplanung seit 2025 lief. Laut «Reuters» brach der Gaming-Umsatz von Microsoft im Dezember-Quartal um knapp zehn Prozent ein – stärker als erwartet.
















