Transaktionen von Einfamilienhäusern und Stockeigentum haben sich im dritten Quartal 2021 nochmals verteuert.
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Einfamilienhäuser gewinnen in der Coronakrise an Beliebtheit. Wer es sich leisten kann, kauft Immobilien. Das lässt die Preise steigen.(Archivbild) - sda - KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Transaktionspreise für Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum sind erneut gestiegen.

In der Schweiz wird der Erwerb von Wohneigentum teurer und teurer. Die Transaktionspreise für Einfamilienhäuser und Stockwerkeigentum sind im dritten Quartal 2021 weiter angestiegen, wie eine Auswertung von Raiffeisen Schweiz zeigt.

«Die Preisdynamik am Markt für selbstgenutztes Wohneigentum hat sich nochmals akzentuiert», sagt Raiffeisen-Chefökonom Martin Neff laut Communiqué vom Mittwoch.

Die Preise für Einfamilienhäuser kletterten im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal um 4,4 Prozent, und Stockwerkeigentum kostete zwei Prozent mehr.

Preise steigen in Tourismusregionen besonders

Im Vergleich mit dem dritten Quartal des letzten Jahres ist die Preisentwicklung noch eindrücklicher: Seither sind laut Raiffeisen die Transaktionspreise für Einfamilienhäuser um 9,7 Prozent und jene für Stockwerkeigentum um 7,9 Prozent angestiegen.

Die Preise steigen laut Neff in allen Regionen und allen Segmenten deutlich, besonders stark aber sei der Anstieg der Hauspreise in Tourismusregionen. Wohneigentum ist dort in Zeiten von Home Office besonders beliebt.

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Die Preise fürs Eigenheim sind erneut gestiegen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

In touristischen Gemeinden schossen sowohl die Hauspreise (+18,3%) als auch jene fürs Stockwerkeigentum (+12,9%) im Vergleich zum Vorjahr nach oben. In Zentren und urbanen Gemeinden waren beide Wohnkategorien mit Preisanstiegen von jeweils rund 9 Prozent ebenfalls beliebt. Weniger stark war die Zunahme auf dem Land.

In der Region Südschweiz klettern Preise

Nach Regionen betrachtet kletterten die Preise für Einfamilienhäuser im Vorjahresvergleich in der Südschweiz (+11,7%) und in der Region Bern (+11,1%) am stärksten. Weniger deutlich war der Anstieg in der Nordwestschweiz (+6,4%) und Ostschweiz (+7,4%).

Beim Stockwerkeigentum führt die Region Genfersee mit einem Plus von 12,3 Prozent bei den Preisen die Rangliste an. Und auch hier verzeichnet die Ostschweiz (+2,0%) den geringsten Anstieg.

Der Raiffeisen Transaktionspreisindex erscheint vierteljährlich jeweils zu Beginn eines neuen Quartals und misst basierend auf Handänderungsdaten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools (SRED) die Preisentwicklung von selbst genutztem Wohneigentum in der Schweiz.

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