Fusion

Wie die Fusion zu Novartis eine Reihe eigenständiger Firmen schuf

Keystone-SDA
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Basel,

Im März 1996 entstand aus der Fusion der beiden Schweizer Traditionsunternehmen Sandoz und Ciba-Geigy ein globaler Pharmakonzern, der die Gesundheitsbranche nachhaltig prägte: Novartis. Die Fusion legte aber auch den Grundstein für viele Abspaltungen. Und diese «Abkömmlinge» sind bis heute erfolgreich.

Novartis
Der Hauptsitz des Pharmaunternehmens Novartis. - dpa

Der Spezialchemiehersteller Clariant wurde bereits 1995 und somit vor Vollzug der Fusion aus der Chemiesparte von Sandoz herausgelöst und an die Schweizer Börse gebracht. Dort ist sie heute noch notiert.

Erst 1997, und damit erst ein Jahr nach der Fusion, ging die Ciba Specialty Chemicals den gleichen Weg: Die Spezialchemieaktivitäten der beiden Vorgängerkonzerne wurden ausgegliedert und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht. 2009 wurde Ciba SC von BASF übernommen.

Aus dem Agrarbereich formierte sich 2000/2001 Syngenta, die sich zu einem globalen Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut entwickelte. Dieser gehört seit 2017 zu ChemChina.

Ciba SC, Clariant und Syngenta entstanden somit beim «Sortieren» der Geschäftsbereiche. Novartis baute aber auch Bereiche erst weiter auf, bevor sie später wieder ausgegliedert wurden.

Der ursprüngliche Sandoz-Bereich für Medikamenten-Nachahmerprodukte blieb nach der Fusion zunächst innerhalb von Novartis. Er wurde durch Übernahmen gestärkt und so zu einem der weltweit grössten Generikaanbieter entwickelt – unter dem 2003 reaktivierten Markennamen «Sandoz».

Der formale Schritt zur vollständigen Eigenständigkeit erfolgte jedoch erst 2023, als Sandoz als eigenständiges Unternehmen an die Schweizer Börse gebracht wurde.

Obwohl Alcon nicht zu den ursprünglichen Spin-offs der Fusion von 1996 gehört, spielte das Unternehmen später eine wichtige Rolle in der Strategie von Novartis. Alcon wurde 1945 in den USA gegründet und 1977 von Nestlé übernommen.

2008 erwarb Novartis Alcon von Nestlé, um die Augenheilkunde-Sparte deutlich auszubauen. Das Unternehmen etablierte sich als Anbieter für Augenheilkunde, Kontaktlinsen und chirurgische Geräte. 2019 spaltete Novartis Alcon ab und brachte die Firma ebenfalls an die Schweizer Börse.

Der Blick zurück zeigt also, dass die Fusion nicht nur den Grundstein für einen international führenden Konzern legte, sondern auch die Basis für eine Vielzahl eigenständiger Unternehmen war, die aus den ursprünglichen Strukturen von Sandoz und Ciba-Geigy hervorgingen. Diese sind heute in Branchen von Agrarchemie bis Augenheilkunde tätig.

Kommentare

User #4995 (nicht angemeldet)

Schreiben sie doch auch über Johnson Controls, dahin hat Novartis seine Handwerker abgeschoben, eine Amifirma dieNICHT für die Handwwrker da war. Eine ariesensauerei ist damals von statten gegangen.

User #1622 (nicht angemeldet)

Warum wurde die Israelische Pharma in der Schweiz so stark und konnte fast alle Generika Betriebe aufkaufen, siehe Mepha (Teva)? Es wurde vom Bund alles durch gewunken!

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