«Wer Banken schwächt, gefährdet auch Lehrstellen»
Quote: Christian Bretscher, Geschäftsführer Zürcher Bankenverband, sagt mit Blick auf die aktuelle Regulierungsdebatte: «Banken sind nicht nur Arbeitgeber und Steuerzahler, sondern auch bedeutende Lehrbetriebe und Talentschmieden. Allein im Kanton Zürich stellt die UBS rund die Hälfte aller KV-Banklehrstellen zur Verfügung, die Zürcher Kantonalbank rund einen Drittel. Wer die Wettbewerbsfähigkeit der Banken mit immer höheren regulatorischen Belastungen schwächt, darf deshalb nicht glauben, dies bleibe ohne Folgen für Arbeitsplätze, Investitionen und Ausbildung. Eine wirksame Regulierung ist notwendig. Sie braucht aber Augenmass. In der politischen Debatte müssen neben den Risiken auch der reale wirtschaftliche und gesellschaftliche Wert eines starken Finanzplatzes und seine Bedeutung für die nächste Generation berücksichtigt werden.»

Kontext: Der Ständerat berät am 23. September 2026 die Revision des Bankengesetzes. Der Bundesrat verlangt, dass systemrelevante Banken den Buchwert ihrer ausländischen Beteiligungen vollständig mit hartem Kernkapital (CET1) unterlegen. Die WAK-S beantragt einen Kompromiss: Der Abzug soll weiterhin vollständig erfolgen, doch zusätzliches Kernkapital (AT1) soll bis zu 50 Prozent anrechenbar sein. Zugleich will die Kommission AT1 so stärken, dass es bei sinkenden Kapitalquoten früher zur Stabilisierung beiträgt. Der Entscheid gilt als zentrale Weichenstellung für die Regulierung systemrelevanter Banken nach dem Untergang der Credit Suisse.
Link zum Artikel von Christian Bretscher: https://zuercher-bankenverband.ch/wer-banken-schwaecht-gefaehrdet-auch-lehrstellen/
Link zum Entscheid der WAK-S: Medienmitteilung der WAK-S vom 31. August 2026
Link zur Stellungnahme der SBVg: Medienmitteilung der SBVg vom 31. August 2026
Kontakt:
Christian Bretscher, Geschäftsführer Zürcher Bankenverband, T: +41 43 244 55 83, Mail: [email protected]






