Welthandel und Zölle: Europäische Unternehmen beweisen Resilienz

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Dänemark,

    Zölle verändern Lieferketten weltweit. Logistiker Maersk analysiert Risiken und erkennt bei europäischen Unternehmen Resilienz trotz steigender Kosten.

    Frachtschiff Maersk Zölle
    Logistik-Riese Maersk hat sich mit dem Umgang europäischer Unternehmen mit den Herausforderungen durch Zölle beschäftigt. (Symbolbild) - Keystone

    In einer aktuellen Analyse zeigt Logistik-Riese Maersk, wie globale Zölle und Handelsvorschriften europäische Unternehmen beeinflussen. Wenig überraschend stehen Risiken für Lieferketten im Mittelpunkt der Bewertung.

    Unternehmen reagieren auf die Unsicherheiten, indem sie ihre Abläufe flexibilisieren und alternative Routen prüfen. Dies legen die Experten auf der Unternehmenswebseite dar.

    Die Containerreederei selbst sieht sich trotz der Herausforderungen als relativ widerstandsfähig gegen die Auswirkungen neuer Zölle.

    Maersk bleibt optimistisch

    US-Präsident Trump führte im April einen temporären 145-Prozent-Zoll auf China und 10-Prozent auf andere Länder ein, wie «Morningstar» dokumentiert. Diese Massnahmen erhöhen das Risiko von Volumen- und Preisrückgängen für Reedereien wie Maersk.

    Container China Zölle
    Am 10. April verfügte Donald Trump Zölle in Höhe von 145 Prozent auf Waren aus China. (Symbolbild) - Keystone

    Der Handel zwischen China und den USA macht laut «Morningstar» etwa 2 bis 3 Prozent des weltweiten Handelsvolumens aus. Die politischen Veränderungen führen zu grösserer Volatilität an den Märkten und beeinflussen die Prognosen der Branche.

    Maersk bewertet die Auswirkungen der Strafzölle als signifikant, bleibt aber optimistisch, was die Anpassungsfähigkeit betrifft. Demnach reagieren Unternehmen auch mit kurzfristigen Lageraufstockungen und neuen Lieferanten, um die Auswirkungen zu mildern.

    Zölle als Treiber globaler Unsicherheit

    Die Umsetzung neuer Zölle wirkt sich weiter direkt auf die Transportvolumina und Frachtraten aus. Maersk berichtet, dass viele Unternehmen ihre Importe vorziehen, um höhere Zölle zu vermeiden.

    Zölle Logistik LKW Container
    Europäische Unternehmen reagieren mit Flexibilität auf die Herausforderungen neuer Zölle. (Symbolbild) - Keystone

    Diese Entwicklung trifft besonders Branchen, die auf freien Handel angewiesen sind, wie auch «dispo.cc» darlegt.

    Maersk selbst setzt auf Diversifizierung und Anpassung der Lieferketten, um die Risiken zu minimieren. Zudem werde die Resilienz der Unternehmen regelmässig geprüft, um auf künftige Veränderungen vorbereitet zu sein.

    Resilienz trotz Herausforderungen

    Laut Maersk seien die Auswirkungen der Zölle spürbar, die Unternehmen bewerteten sich jedoch insgesamt als widerstandsfähig. Auch die Krise im Roten Meer verschärft zusätzlich die Herausforderungen, so das Portal «finanzen.net».

    Werden europäische Unternehmen langfristig mit ständig wechselnden Zollvorgaben umgehen können?

    Demnach seien die Prognosen für das Containeraufkommen wegen der Unsicherheiten nach unten angepasst. Maersk halte jedoch trotz der volatilen Marktsituation am operativen Gewinnziel fest.

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    Kommentare

    User #1668 (nicht angemeldet)

    Leider weiss ich nicht was Resilienz ist. Dass ich dieses Fremdwort recherchieren geh, könnt ihr vergessen.

    User #1622 (nicht angemeldet)

    …die Welt entwickelt eine „Trump-Resilienz“…!

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