Energie

    Energie-Studie: Wasserkraft gibt Schweizer Energiewende einen Schub

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Schweizerische Energie-Stiftung stellt der Schweiz beim Ausbau der erneuerbaren Energien ein gutes Zeugnis aus.

    Verzasca-Staudamm
    Blick auf den Verzasca-Staudamm. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei der Stromproduktion pro Landesfläche erreichte die Schweiz in der Studie den dritten Platz.
    • Dies führt die Schweizerische Energie-Stiftung vor allem auf den historischen Ausbau der Wasserkraft zurück.

    In einer neuen Studie hat die Schweizerische Energie-Stiftung den Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU im letzten Jahr verglichen und der Schweiz ein gutes Zeugnis ausgestellt: Unter 28 Ländern belegte die hiesige Stromproduktion den fünften Rang.

    Wasserkraft schiesst Schweiz aufs Podest

    Dank der Wasserkraft belegte sie 2025 den fünften Platz. Bei der Solarenergie liegt sie im vorderen Mittelfeld, bei der Windkraft jedoch weit zurück. Nur nordische Länder und Österreich hätten im Vergleich besser abgeschnitten.

    Sollte die Schweiz bei den erneuerbaren Energien noch schneller vorwärts machen?

    Zur guten Platzierung geführt habe die methodische Erweiterung der Studie – neu würde die gesamte erneuerbare Stromproduktion berücksichtigt. So habe vor allem der historische Ausbau der Wasserkraft zu dem Resultat geführt.

    Erstmals wurde auch die Produktion pro Landesfläche verglichen: Hier schaffte es die Schweiz sogar aufs Podest und belegte hinter den Niederlanden und Malta den dritten Platz.

    Zurückzuführen sei dies auf die Wasserkraft und die flächeneffiziente Nutzung von Dächern für Solaranlagen, so die Autoren der Studie. Auch der Anteil der erneuerbaren Stromproduktion am Landesstromverbrauch war mit 70,8 Prozent hoch, was Platz fünf im europäischen Vergleich bedeutete.

    Wasserkraft Riddes
    Die Anlagen des Kraftwerks, aufgenommen während einer Besichtigung der Bauarbeiten am Wasserkraftwerk Bieudron am Mittwoch, dem 15. Juli 2026, in Riddes. - keystone

    Knapp die Hälfte der EU-Mitgliedsländer deckt ihren Stromverbrauch zu über der Hälfte aus erneuerbaren Quellen, wie der Länder-Vergleich zeigte. Spitzenreiter Schweden deckte bereits über 92 Prozent seines Verbrauchs aus erneuerbaren Quellen.

    Fortschritte bei Solarenergie, Windkraft bleibt Sorgenkind

    Die hiesige Solarstromproduktion ist allein in den letzten fünf Jahren um fast 1000 Gigawattstunden pro Jahr gestiegen. Im Vergleich zu 2024 konnte die Schweiz letztes Jahr einen Platz gutmachen und erreichte mit 878 Kilowattstunden pro Kopf Rang zehn. Damit liegt sie im vorderen Mittelfeld. Spitzenreiter sind die Niederlande mit einer Pro-Kopf-Produktion von 1579 Kilowattstunden.

    Vor der Schweiz liegen zudem Deutschland und Belgien. Zusammen mit den Niederlanden produzierten beide Länder pro Kopf mehr Strom aus Sonnenenergie, obschon in der südlicher gelegenen Schweiz bessere Einstrahlungsverhältnisse herrschten.

    Ein anderes Bild zeigte sich bei der Windenergie. Hier lag die Schweiz mit einer Pro-Kopf-Produktion von 18 Kilowattstunden wie im Vorjahr auf Platz 25 von 28 Rängen. Nur Slowenien, Malta und die Slowakei produzierten noch weniger Windstrom.

    Die Spitzenreiter Finnland, Schweden und Dänemark erzeugten 2025 pro Kopf fast 180-mal mehr Strom aus Wind als die Schweiz. Finnland führte die Rangliste mit 4006 Kilowattstunden pro Kopf an.

    Schliesslich verglich die Studie den Grad der Elektrifizierung, also den Anteil des Stroms am gesamten Endenergieverbrauch. Hierfür wurden Daten aus dem Jahr 2024 verwendet. Die Schweiz wies einen Elektrifizierungsgrad von 26,7 Prozent auf und erreichte damit den siebten Rang.

    Energiewende in der Schweiz auf Kurs

    «Es geht vorwärts», sagte Léonore Hälg, Leiterin des Fachbereichs für Erneuerbare Energien, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Aber sie sieht auch Verbesserungspotenzial – beides seien positive Nachrichten, so Hälg.

    Die Energiewende kommt in der Schweiz im Vergleich zu Europa voran. Wasserkraft, Solarenergie und Elektrifizierung bilden dafür eine gute Basis, wie es in der Studie hiess. Gleichzeitig gebe es grossen Handlungsbedarf auf allen Ebenen, insbesondere bei der Windenergie, um die Energieversorgung vollständig zu dekarbonisieren. «Damit die Schweizer Stromversorgung unabhängig von geopolitischen Entwicklungen wird.»

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    Kommentare

    User #5357 (nicht angemeldet)

    Díe CH..sollte langsam fuer die neuere Atomkraftwerktechnologi befuerworten !!!!!

    User #3142 (nicht angemeldet)

    Sehr gut, aber dann sollten in der Schweiz auch die Atomkraftwerke stillgelegt werden, wie es hier in Deutschland bereits geschehen ist. Oder hat die Schweiz etwa Endlager??? 👍👍👍

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