Verkehr um neue Firstbahn bereitet in Grindelwald Sorgen
Grindelwald hat am Donnerstag den Mitwirkungsbericht zur Planung «Ersatz Firstbahn» veröffentlicht. Laut der Gemeinde gingen während der öffentlichen Mitwirkung insgesamt 90 Eingaben mit über 800 Anträgen ein. Zu reden gab vor allem die Verkehrssituation.

Die Eingaben stammten mehrheitlich von Privatpersonen und juristischen Personen, daneben auch von Parteien, Vereinen und Verbänden. Rund die Hälfte der Rückmeldungen betraf den Verkehr, wie der Mitwirkungsbericht zeigt.
Zahlreiche Mitwirkende äusserten Zweifel, ob die Verlegung der Talstation zur Furenmatte – sie hat für die Gemeinde gemäss Bericht «einen sehr hohen Stellenwert» – die Verkehrssituation im Dorf entschärft. Sie forderten ein übergeordnetes Verkehrskonzept für Grindelwald und die Lütschinentäler.
Der Gemeinderat hält im Bericht fest, dass Einzelmassnahmen nicht ausreichen würden. Unter Federführung der Gemeinde läuft deshalb ein separates Dialogverfahren, aus dem ein Gesamtverkehrskonzept entstehen soll. Die Ergebnisse sollen später wenn möglich in die weitere Planung einfliessen.
Kritisch thematisiert wurden im Mitwirkungsverfahren auch das Vorgehen bei der Variantenprüfung, Eingriffe ins Grundeigentum sowie Umwelt- und Landschaftsfragen. Der Gemeinderat hält fest, die Linienführung und das Bahnsystem seien aufgrund verkehrlicher, raumplanerischer und betrieblicher Kriterien gewählt worden. Die eigentliche Umweltverträglichkeitsprüfung erfolge erst im späteren Plangenehmigungsverfahren.
Als Folge der Mitwirkung wird die Idee einer neuen Sesselbahn Isch-Bodmi nicht weiterverfolgt. Begründet wird dies unter anderem mit klimatischen Entwicklungen.
Als nächste Schritte sind die Anpassung der Planungsunterlagen und die kantonale Vorprüfung vorgesehen. Danach folgt die öffentliche Auflage, später ist die Beschlussfassung durch die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vorgesehen.






