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Verkauf von Solaranlagen nach Boom erstmals rückläufig

Keystone-SDA
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Bern,

Der Verkauf von Photovoltaik-Anlagen ist vergangenes Jahr um fast 30 Prozent zurückgegangen – eine erste Verlangsamung seit 2017. Dennoch blieb die Stromproduktion aus Sonnenenergie auf dem Vormarsch: Sie deckte fast 14 Prozent des Landesverbrauchs.

Solaranlagen
Unzählige Photovoltaik-Module sind montiert, an der ersten alpinen Photovoltaikanlage der Zentralschweiz an der Sidenplangg in der Gemeinde Spirigen UR. - keystone

Im vergangenen Jahr wurden Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1280 Megawatt (MW) verkauft, wie der am Donnerstag veröffentlichten Statistik zur Sonnenenergie des Bundesamts für Energie zu entnehmen war. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 29,3 Prozent.

Weil von einer Verzögerung zwischen Verkauf und Installation ausgegangen wird, betrug der Rückgang bei der Neuinstallation rund 26 Prozent. Bei den elektrischen Energiespeichern hingegen gab es einen starken Aufwärtstrend. Verkäufe und Installationen von Heimspeichern, meist sogenannte Lithium-Ionen-Systeme, nahmen laut der Erhebung um über 70 Prozent zu.

So wuchs die gesamthaft installierte Leistung aller Photovoltaik-Anlagen in der Schweiz um 16,3 Prozent auf 9499 MW an. Die Stromproduktion aus Sonnenenergie stieg um einen Drittel auf fast acht Terawattstunden. Dieser Wert entsprach 13,7 Prozent des gesamten Strom-Endverbrauchs in der Schweiz im Jahr 2025.

Erhoben hat die Daten der Branchenverband Swissolar im Auftrag des Bundes. Er wertet den abnehmenden Photovoltaik-Ausbau laut einem Communiqué als «Indiz für den Wandel im Strommarkt und die Verunsicherung in Sachen Energie- und Strompolitik des Bundes».

Die rasante Zunahme der Solarstromproduktion in den vergangenen Jahren habe zu deutlichen Verschiebungen am Strommarkt geführt – mit tiefen Preisen über Mittag im Sommer und höheren Preisen morgens, abends und im Winter. Umso wichtiger sei der lokal gespeicherte und verbrauchte Strom. Swissolar fordert Netzbetreiber deshalb auf, mit dynamischen Tarifen Anreize zu schaffen.

Für das laufende Jahr erwartet der Verband eine Stabilisierung der Neuinstallationen. Solarstrom dürfte ihm zufolge knapp 17 Prozent des Strom-Endverbrauchs decken, und der Boom bei den Batteriespeichern dürfte anhalten.

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Kommentare

User #4056 (nicht angemeldet)

Ich investiere nicht viel Geld, um nachher meinen selber erzeugten Strom noch zu versteuern.

User #6113 (nicht angemeldet)

Werden die nach 10 Jahren Sondermüll?

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