Luxus-Influencerin kommt nach Mürren BE – und bricht in Tränen aus
«Es ist so schön»: Eine philippinische Influencerin wird beim Anblick von Mürren BE von ihren Emotionen überrollt – und bricht in Tränen aus.
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Das Wichtigste in Kürze
- Eine philippinische Influencerin bricht bei einem Spaziergang durch Mürren BE in Tränen aus – weil es so schön ist.
- Die Influencerin sei kein Einzelfall: Das Bergdorf löse bei Besuchenden immer wieder emotionale Reaktionen aus.
- Reiche Philippiner geben viel Geld in der Schweiz aus.
Berge, saftig grüne Wiesen und friedlich grasende Kühe.
Was für viele Einheimische Alltag ist, wird für die philippinische Influencerin Nana Silayro (422’000 Follower) zum überwältigenden Erlebnis.
Mitten in Mürren BE brechen bei ihr alle Dämme. Die Tränen fliessen – und das vor laufender Kamera.
Mürren im Berner Oberland gilt als eines der schönsten Bergdörfer der Schweiz. Autofrei, idyllisch und mit einer Aussicht, die Besuchenden den Atem raubt. Wanderwege, Skipisten und Alpenlandschaften locken jährlich unzählige Gäste aus der ganzen Welt an.
Kein Wunder, dass auch Nana Silayro beim Anblick des Dorfes ihre Tränen nicht zurückhalten konnte.
Im Video ringt die Influencerin immer wieder mit den Emotionen. Unter Tränen sagt sie: «Ich will, dass meine Mama und mein Papa das sehen. Ich will, dass ihr alle das hier seht.»
Eigentlich, erzählt sie, habe sie sich nichts Aussergewöhnliches gewünscht. «Ich wollte nur Kühe sehen, eine schöne Aussicht und ein paar hübsche Häuser. Und dann darf ich das hier sehen.»
«So schön»
Dabei schwenkt sie die Kamera über die spektakuläre Aussicht und die sattgrünen Wiesen von Mürren. «Es ist so schön», presst die junge Frau unter Tränen hervor.
Eine Landschaft wie diese habe sie bisher nur aus dem Internet gekannt. «Und jetzt sehe ich es in echt», sagt sie sichtlich überwältigt.
Dass Gäste in Mürren derart emotional reagieren, überrascht dort nicht einmal. Jürg Sutter von Mürren Tourismus verrät, dass nicht nur der Influencerin Tränen in die Augen schiessen: «Solche emotionalen Reaktionen hören und sehen wir immer wieder.»
Tränen stossen auf Verständnis
Mürren sei ein Ort, der viele Menschen berühre. «Dass daraus auch einmal Tränen der Freude entstehen, können wir gut nachvollziehen.»
Für viele Gäste habe das autofreie Bergdorf etwas Ursprüngliches und Berührendes. «Genau diese Echtheit ist ein wichtiger Teil der Faszination des Ortes», so Der Mediensprecher.

Und eines stellt er gleich klar: Die Tränen seien echt – und nicht bezahlt. «Wir haben keine Kooperation mit Nana Silayro, hier sind echte Gefühle in echter Umgebung verbreitet worden.»
Verantwortlich für den emotionalen Ausflug von Nana Silayro ist jedoch Schweiz Tourismus. Die nationale Tourismusorganisation plante den achttägigen Aufenthalt im Juni im Rahmen ihrer «Travel Better»-Strategie.
Mediensprecherin Liên Burkard erklärt auf Anfrage, das Ziel sei gewesen, qualitativen Tourismus zu fördern – mit der Verlängerung der Aufenthaltsdauer, Bewerbung des ÖVs und der Stärkung des Ganzjahrestourismus.
«Immer wieder emotionale Reaktionen»
Und auch die Mediensprecherin bestätigt: «Unser Team beobachtet immer wieder, dass ein erster Besuch in der Schweiz von Gästen aus Südostasien emotionale Reaktionen auslösen kann.» Insbesondere in Mürren.
Bei Nana Silayro sei aber noch etwas Persönliches dazugekommen. Wie sie selbst im Post schreibt, musste sie während des Besuchs immer wieder an ihre Eltern denken. «Ihr Vater verstarb leider eine Woche nach ihrer Rückkehr aus der Schweiz», sagt Burkard.
Bezahlt wurde die Influencerin aber nicht für die berührenden Emotionen: «Es gab keine monetäre Entschädigung», betont die Mediensprecherin.

«Von den Destinations-, Hotel- und Bahnpartnern wurden lediglich die Reisekosten übernommen.» Darunter Hotels, Swiss Travel Pass, Mahlzeiten und Aktivitäten: «Analog zu einer klassischen Medienreise für Journalistinnen und Journalisten», sagt Liên Burkard.
Schweiz Tourismus hofft nun, dass der emotionale Beitrag Lust auf Ferien in der Schweiz macht. «Wir rechnen damit, dass eine kleine, kaufkräftige philippinische Zielgruppe eine Reise nach Mürren und allgemein in die Schweiz dank des Posts in Erwägung zieht.»
290 Franken pro Tag – versus 150 Franken
Allein in den Sommermonaten Juni, Juli und August 2025 sorgten Gäste von den Philippinen für rund 19'500 Hotellogiernächte in der Schweiz.
Doch günstig sind Ferien in der Schweiz nicht: «Philippinische Gäste haben durchschnittliche Tagesausgaben von 290 Franken.» Dabei sei die An- und Rückreise noch nicht eingerechnet.
Zum Vergleich: Der deutsche Gast habe eine durchschnittliche Tagesausgabe von 150 Franken.
Deswegen dämpft Burkard die Erwartungen: «Der grosse Teil der Philippinerinnen und Philippiner, die mit dem Post erreicht wurden, können von einer Reise in die Schweiz nur träumen.»
Die Schweiz bleibe eine Premiumdestination – mit entsprechend hohen Preisen.












