US-Produzentenpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr
In den USA hat sich der Preisanstieg im September deutlich beschleunigt. Die Produzentenpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,3 Prozent. Das war der stärkste Anstieg seit vier Jahren. Experten hatten lediglich mit einem Plus von 5,5 Prozent gerechnet.

Gegenüber August legten die Preise um 1,3 Prozent zu. Hauptgrund sind die wegen des Irankriegs stark gestiegenen Energiepreise.
Besonders Diesel hat sich stark verteuert. Im landesweiten Durchschnitt kostet eine Gallone (3,8 Liter) inzwischen rund 6,30 Dollar. Das sind gut 70 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Das verteuert vor allem den Transport von Waren und die Landwirtschaft. Unternehmen könnten die höheren Kosten deshalb zunehmend an ihre Kunden weitergeben. Allerdings halten sich viele Konsumenten angesichts der hohen Preise bereits mit Einkäufen zurück.
Die Zahlen setzen auch die US-Notenbank Fed unter Druck. Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass die Konsumentenpreise stärker als erwartet gestiegen sind. An den Finanzmärkten wird deshalb mit einer weiteren Zinserhöhung im Dezember gerechnet. Höhere Zinsen sollen die Inflation bremsen, verteuern aber gleichzeitig Kredite.
Politisch sind die Zahlen ebenfalls brisant. Knapp drei Wochen vor den Kongresswahlen belasten die hohen Lebenshaltungskosten Präsident Donald Trump und seine Republikaner.
Die ebenfalls veröffentlichten Einzelhandelsumsätze stiegen im September um 0,8 Prozent. Das lag allerdings teilweise an den höheren Treibstoffpreisen.










