Umfrage: Schweizer wollen Miniautos – aber nicht in eigener Garage
Viel zu gross und schwer: Sechs von zehn Schweizern finden unsere Autos überdimensioniert – doch selbst einen Mini-Flitzer besitzen will kaum jemand.

Das Wichtigste in Kürze
- Laut einer Umfrage spielen Kleinstwagen nur eine Nebenrolle im Automarkt.
- Der geringe Stauraum und der eingeschränkte Schutz sind für viele problematisch.
- Vorteile sehen die Befragten beim Parkieren und der Umweltfreundlichkeit.
Sechs von zehn Schweizerinnen und Schweizern empfinden einer Umfrage zufolge die Autos auf hiesigen Strassen als zu gross. Dennoch spielen Kleinstwagen auf dem Markt weiterhin nur eine Nebenrolle.
Erst 4 Prozent der Haushalte besitzen ein Mikroauto, wie eine am Mittwoch veröffentlichte repräsentative Umfrage im Auftrag von Autoscout24 zeigt.
Nur 17 Prozent der Bevölkerung können sich einen Kauf oder ein Leasing eines Kleinstwagens in den nächsten zwei Jahren vorstellen. 64 Prozent sehen Kleinstwagen primär als Zweitfahrzeug.
Sind die Kleinstwagen gefährlich?
Kritisch beurteilt werden vor allem der geringe Stauraum (49 Prozent) und der eingeschränkte Insassenschutz (49 Prozent) von Mikroautos. 80 Prozent halten einen Kleinstwagen für nicht familientauglich.
Nur ein Viertel verbindet Kleinstwagen klar mit Umweltfreundlichkeit. Vorteile sehen die Befragten etwa bei der Parkierfreundlichkeit (56 Prozent) sowie der Eignung für kurze Fahrten in der Stadt.
Der Preis ist entscheidend
Das wichtigste Kaufargument sei laut Umfrage jedoch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Als angemessenen Preis nennen die Befragten einen Betrag von knapp 10'000 Franken.
Auf Autoscout24 wurden entsprechende Modelle 2025 im Schnitt zwischen 9900 und 11'200 Franken inseriert. Trotz dieser Übereinstimmung bleibt das Interesse insgesamt niedrig.
Für die Umfrage führte Yougov Schweiz für Autoscout 24 vom 6. bis 14. Januar 2026 eine repräsentative Online-Befragung durch. Befragt wurden 656 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 18 bis 79 Jahren.
Die Ergebnisse sind nach Geschlecht, Alter und Region gewichtet und repräsentativ für die «online-affine Bevölkerung der Deutsch- und Westschweiz».












