Die deutsche Wirtschaft hat auch wegen der unter Engpässen leidenden Industrie im September überraschend deutlich an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel um 4,7 auf 55,3 Punkte.
Ein Kran verlädt Container im Handelshafen des Rhein-Neckar-Hafens. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild
Ein Kran verlädt Container im Handelshafen des Rhein-Neckar-Hafens. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Dies teilte das Institut IHS Markit am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter Hunderten Unternehmen aus Industrie und Dienstleistungssektor mit.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen leichten Rückgang auf 59,2 Punkte erwartet. Das Barometer hält sich aber klar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Die Daten zeigten, dass sich die jüngste Konjunkturbelebung nach der Corona-Krise nun wieder verlangsame, sagte Markit-Ökonom Phil Smith. Dennoch signalisiere die Umfrage, dass die deutsche Wirtschaft im zu Ende gehenden Sommerquartal stärker gewachsen sein dürfte als im Frühjahr mit 1,6 Prozent.

Die Industrie leide allerdings weiter unter Lieferengpässen und Kostensteigerungen bei wichtigen Vorprodukten. Bei den Dienstleistern habe sich die Nachfrage nach dem Schub zum Auslaufen des Lockdowns inzwischen wieder abgeschwächt.

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