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UBS-Chef Hamers sieht Nachholbedarf beim Strukturwandel

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Zürich,

Die Schweizer Banken haben nach Ansicht von UBS-Konzernchef Ralph Hamers Nachholbedarf bei Strukturwandel und Digitalisierung.

Der neue UBS-Konzernchef Ralph Hamers sieht Potential bei der Digitalisierung in der Schweiz. (Archivbild)
Der neue UBS-Konzernchef Ralph Hamers sieht Potential bei der Digitalisierung in der Schweiz. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Das Wichtigste in Kürze

  • Ralph Hamers sieht in der Schweiz Nachholbedarf beim Strukturwandel.
  • In anderen Ländern sei die Dynamik viel grösser, sagt der UBS-Chef.

In anderen Ländern und Branchen habe sich der Strukturwandel viel schneller vollzogen als in der Schweiz, sagt Ralph Hamers. So sei die Dynamik in Asien und in den nordischen Ländern deutlich grösser, sagte der UBS-Chef in einem Interview mit der Tageszeitung «Blick».

Auch in Holland, dem Heimatland von Hamers, erledige die Bevölkerung heute vom Einkauf bis zu Bankgeschäften alles digital. Das habe auch mit der Kultur zu tun. Die UBS habe in der Schweiz fast drei Millionen Kunden. Die Grossbank wolle ihre Kundschaft nicht zu etwas zwingen, das sie nicht wolle. Der Schritt zur Digitalisierung funktioniere nur gemeinsam.

Die Corona-Pandemie habe viele Vorbehalte ausgeräumt und die Digitalisierung beschleunigt. Im Strukturwandel seien Entlassungen nicht immer zu vermeiden. Aber es gebe auch neue Stellen und Umschulungen. Unter dem Strich bleibe der Personalbestand gleich.

Credit Suisse Evergrande
Der CEO der UBS, Ralph Hamers, sieht nur geringe Risiken bei einem Evergrande-Zusammenbruch. - Keystone

Die UBS brauche Mitarbeitende, die dem technologischen Wandel positiv begegneten. Und es brauche Fachleute, die mit künstlicher Intelligenz und Daten vertraut seien.

Aus dem Hedge-Fonds-Debakel Archegos habe die UBS ihre Lehren gezogen. Laut Hamers handelt sich bei Archegos nicht um einen Systemfehler, sondern um ein einzigartiges, kaum vergleichbares Ereignis. In diesem Fall habe es an Transparenz gemangelt. Die UBS hat durch das Archegos-Debakel 774 Millionen Franken verloren.

Der neue UBS-Chef, der seit November 2020 im Amt ist und Sergio Ermotti an der Konzernspitze abgelöst hat, stellt den Banken ein gutes Zeugnis aus. Sie seien heute viel stabiler aufgestellt und verfügten über deutlich mehr Kapitalpolster und Liquidität.

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