Trotz Sandalen und Negativ-Schlagzeilen ist sich der Chef der Credit Suisse Thomas Gottstein sicher, dass der Verwaltungsrat hinter ihm steht.
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Thomas Gottstein ist seit Februar 2020 Chef der Credit Suisse. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Credit Suisse-Chef stand immer wieder in Kritik und wurde mit Skandalen belastet.
  • Jetzt soll Thomas Gottstein um seinen Posten als CEO zittern.
  • Er selbst zeigt sich jedoch optimistisch.

In der letzten Zeit stand der Chef der Credit Suisse, Thomas Gottstein, immer wieder in den Negativ-Schlagzeilen. Mehrere Skandale und Belastungen machten ihm zu schaffen. Es wurden anschliessend Spekulationen gestreut, ob der Sitz des CEO wackelt.

Gottstein zeigt sich zuversichtlich

Angst um seine Zukunft und seinen Posten habe Gottstein nicht, sagte er am Montag im Bloomberg-TV-Interview in Davos. Er konzentriert sich allein auf die Umsetzung der Strategie. Ausserdem arbeite er gut mit den anderen Mitgliedern der Geschäftsleitung zusammen.

Jedoch sind sich da nicht alle so sicher, wie er selbst. Laut informierten Kreisen, sprach der Verwaltungsrat in Sondierungsgesprächen über eine mögliche Ablösung Gottsteins. Auch die Aktionäre sind unzufrieden mit dem Chef der Grossbank. Seit dem Zusammenbruch von Archegos Capital Management geht es für die Credit Suisse bergab.

Axel Lehmann: «Stehe hinter ihm»

Der Verwaltungsrat Axel Lehmann steht jedoch weiterhin hinter dem CEO. Das hat er zuletzt in einem Interview mit CNBC kürzlich erneut bekräftigt. «Ja, ich stehe voll hinter ihm, weil er gut ist. Wissen Sie, es ist eine sehr schwierige Situation für das Unternehmen. Aber wir haben einen klaren Plan», betont Lehmann.

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