Tarifverdienste im dritten Quartal um fast vier Prozent gestiegen
Die Tarifverdienste kletterten im Schnitt um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie das deutsche Statistische Bundesamt mitteilt.

Das Wichtigste in Kürze
- Ohne Sonderzahlungen lag der Tarifverdienst-Anstieg im dritten Quartal bei 2,7 Prozent.
- Die Verbraucherpreise kletterten in den Monaten aber ebenfalls kräftig um 2,1 Prozent.
Der Verdienst der Arbeiter und Angestellten mit Tarifvertrag in Deutschland ist im dritten Quartal stark gestiegen: Er kletterte im Schnitt um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden (D) heute Donnerstag mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit Sommer 2017.
Die Statistiker berücksichtigten die im Tarifvertrag vereinbarte Grundvergütung und dort festgelegte Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Ohne diese Sonderzahlungen lag der Anstieg der Tarifverdienste bei 2,7 Prozent. Die Verbraucherpreise kletterten in den Monaten von Juli bis September aber ebenfalls kräftig um 2,1 Prozent.
Tariferhöhung von 3,19 Prozent
Am stärksten stiegen die Verdienste bei Tarifbeschäftigten in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes von Bund und Gemeinden, etwa im Gesundheits- und Sozialwesen. Dieser «Sondereffekt» sei auf die im April vereinbarte Tariferhöhung von 3,19 Prozent zurückzuführen: Erfasst werde sie statistisch erst zum Zeitpunkt der Auszahlung im August oder im September.
Im zweiten Quartal 2017 waren die Tarifverdienste um 3,8 Prozent gestiegen, ohne Sonderleistungen um 3,4 Prozent. Insgesamt kletterten die Tarifverdienste 2017 um 2,5 Prozent.












