Sunrise-CFO: Vollzogener Stellen-Abbau senkt Personalkosten um 5%
Der mittlerweile vollzogene Abbau von 147 Stellen führt bei Sunrise zu Einsparungen: Dieser dürfte bei den Personalkosten zu einem Rückgang von rund 5 Prozent führen, sagte Finanzchef Jany Fruytier am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Sunrise hatte die Streichung Anfang Jahr angekündigt. Ende Juni 2026 hatte der zweitgrösste Telekomanbieter noch 2426 Vollzeitstellen in der Schweiz.
Nach dem Knick von Umsatz und Betriebsgewinn (EBITDAaL) im zweiten Quartal wird Sunrise von Preiserhöhungen ab August profitieren. Diese hätten lediglich zu einer leicht höheren Abwanderungsquote zum Zeitpunkt der Ankündigung geführt, aber es habe keine Kündigungswelle gegeben, sagte Sunrise-Chef André Krause: «Preiserhöhungen haben mittlerweile eine höhere Akzeptanz als in der Vergangenheit.»
Denn damit ist Sunrise nicht alleine: Auch die Konkurrenten Swisscom und Salt haben an der Preisschraube gedreht.
Das neue Kundenbindungsprogramm Sunrise Rewards, das der Konzern im Frühling gestartet hat, liefere positive Anzeichen. Mit dem Punkteprogramm, das die Treue der Kunden belohne, verkaufe Sunrise mehr Produkte pro Kunde. Das habe zwar die Zahlen nach erst drei Monaten noch nicht fundamental beeinflusst, sagte Krause, aber die Indikationen seien gut.
Bei den Geräten sei die befürchtete Knappheit noch nicht eingetreten. «Wir haben keine ernsthaften Lieferengpässe gesehen», sagte Krause. Angesichts steigender Preise wegen des Chipmangels und geringer Innovationen bei den Smartphones dürften die Kunden ihre bisherigen Handys weniger häufig austauschen als früher. Er rechne nicht mit steigenden Verkaufsvolumen bei den Geräten.
Aber man müsse sehen, wie das neue iPhone von Apple aussehe und wie hoch die Preise, die Nachfrage und die Verfügbarkeit seien, sagte Krause. «Es ist schwer, eine Angabe zu machen.» Gerüchten zufolge bringt der US-Techriese erstmals ein faltbares iPhone auf den Markt.
Ein anderer Effekt komme von den Hitzewellen. «In den letzten Wochen haben wir deutlich weniger Kunden in den Shops gehabt», sagte Krause. Bei der Nutzung sehe man aber nicht, dass es ein massiv anderes Verhalten der Kunden gegeben hätte. Auch bei den Roamingeinnahmen sei kein Effekt der Hitzewellen sichtbar.










