Aufgrund der hohen Arbeitslosenquote müssen fünf weitere Berufsarten neu ihre offenen Stellen melden.
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Ein Mann hält einen Stellen-Anzeiger in der Hand. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In fünf weiteren Berufsarten wird die Meldepflicht für offene Stellen eingeführt.
  • Ausschlaggebend für die Aufnahme auf die Liste ist die Arbeitslosenquote.

Im kommenden Jahr werden fünf weitere Berufsarten mit rund 213'000 Erwerbstätigen unter die Stellenmeldepflicht gestellt. Die mit Abstand grösste neu meldepflichtige Berufsart bilden die Verkaufskräfte in Handelsgeschäften mit rund 158'000 Erwerbstätigen. Diese erreichten in der Referenzperiode eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent. Das teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) am Montag mit.

39 Berufsarten unterliegen der Stellenmeldepflicht.

Offene Stellen müssen neu auch für fünf weitere Berufsarten gemeldet werden: Fachkräfte in Marketing und Werbung, Grafik- und Multimediadesigner, Lackierer und verwandte Berufe sowie Reiseverkehrsfachkräfte. Insgesamt sind 39 Berufsarten der Stellenmeldepflicht unterstellt.

Die meisten dazugekommenen Berufe hätten bereits in den letzten Jahren den Arbeitslosigkeit-Schwellenwert von fünf Prozent nur knapp unterschritten. Das erklärte das WBF. Daher sei die neue Berufsliste für die Stellenmeldepflicht im Lichte der wirtschaftlichen Entwicklung «plausibel».

Die im Zuge der Masseneinwanderungsinitiative eingeführte Liste der meldepflichtigen Berufsarten wird jeweils im letzten Jahresviertel aktualisiert. Sie gilt für die gesamte Dauer des folgenden Jahres. Für die Unterstellung von Berufsarten unter die Stellenmeldepflicht gilt als einziges Kriterium die Arbeitslosenquote in einer Berufsart.

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