SpaceX kämpft nach Rekordstart mit Gegenwind
Nach dem spektakulären Börsengang sorgt SpaceX weiter für Schlagzeilen. Kursschwankungen, ETFs und Milliardenfinanzierungen stehen im Fokus.

SpaceX sammelte beim Börsengang 75 Milliarden US-Dollar (ca. 60,6 Mia. Franken) ein und erreichte eine Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar. Die Aktie stieg zunächst von 150 auf 225 US-Dollar, fiel später jedoch wieder unter ihren ursprünglichen Ausgabepreis deutlich zurück.
Finanzexperte Andreas Lipkow vergleicht den Börsenhype mit der Telekom-Aktie und warnt vor überzogenen Erwartungen vieler Privatanleger heute. Er empfiehlt Anlegern, zunächst die ersten Quartalszahlen des Unternehmens abzuwarten und die operative Entwicklung sorgfältig zu beobachten.
Wie «WEB.DE» berichtet, schreibt SpaceX bislang keine Gewinne und muss Investoren langfristig von seiner Wachstumsstrategie nachhaltig überzeugen. Erst erfolgreiche Geschäftszahlen könnten nach Einschätzung des Experten den Aktienkurs wieder dauerhaft stützen und weiteres Vertrauen schaffen.
SpaceX in wichtigen Indizes
Ab Montag wird SpaceX in den MSCI World sowie den MSCI ACWI aufgenommen und Bestandteil zahlreicher ETF-Portfolios weltweit automatisch. Fondsanbieter müssen deshalb Aktien im geschätzten Wert von drei bis fünf Milliarden US-Dollar zusätzlich erwerben und entsprechend gewichten.
Das Gewicht im MSCI World liegt zunächst wegen des geringen Streubesitzes bei lediglich rund 0,1 Prozent der Indexzusammensetzung. Mit einem steigenden Streubesitz könnte der Anteil des Unternehmens in wichtigen Indizes künftig jedoch schrittweise weiter anwachsen.
Wie «n-tv» berichtet, dürften starke Kursschwankungen zunächst nur geringe Auswirkungen auf breit gestreute ETFs vieler Anleger haben. Langfristig könnte die wachsende Gewichtung jedoch den Einfluss der Aktie auf entsprechende Fonds schrittweise erhöhen und verstärken.
Anleihen im Fokus
SpaceX nahm zusätzlich 25 Milliarden US-Dollar über Anleihen auf und erhielt dafür Investment-Grade-Bewertungen führender Ratingagenturen weltweit von Moody's. Institutionelle Investoren zeigten grosses Interesse, verlangten bei längeren Laufzeiten jedoch deutlich höhere Renditen als vergleichbare Unternehmensanleihen am Markt.

Mit dem frischen Kapital sollen Schulden reduziert sowie weitere Investitionen in Raumfahrt, Starlink und künstliche Intelligenz finanziert werden künftig. Gleichzeitig rechnen Beobachter damit, dass SpaceX künftig weitere Anleihen zur Finanzierung seiner ehrgeizigen Wachstumspläne am Kapitalmarkt platziert.
Wie «The Market» berichtet, wird SpaceX durch die erfolgreiche Emission künftig auch in wichtige Anleihenindizes aufgenommen werden. Dadurch investieren künftig auch viele Anleger über Anleihen-ETFs indirekt automatisch in das Unternehmen mit und regelmässig.
















