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Solides Wachstum bei Emmi erwartet - Gespannter Blick auf Ausblick

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Luzern,

Bei Emmi dürfte sich das organische Wachstum im zweiten Halbjahr 2025 zwar abgeschwächt haben, für das Gesamtjahr wird aber ein solides Ergebnis erwartet. Gespannt schauen Analysten am Donnerstag bei der Bekanntgabe erster Geschäftszahlen für 2025 auf mögliche Aussagen zum Ausblick.

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Emmi-Hauptsitz in Luzern. (Archivbild) - Keystone - Community

Nach einem starken ersten Semester mit organischem Wachstum von 4,4 Prozent rechnen die Analysten im zweiten Halbjahr mit einer klaren Abschwächung. Neben einer starken Vergleichsbasis im zweiten Halbjahr 2024 werden zudem noch geringere Preiserhöhungen als Gründe dafür genannt. Wachstumstreiber waren demnach vor allem Amerika und Europa ohne die Schweiz. In der Schweiz legt Emmi weiterhin nur wenig zu, das Unternehmen erzielt hier aber einen Umsatzanteil von über 40 Prozent und ist weiterhin Marktführerin.

Der Markt dürfte weniger auf die 2025er-Zahlen als auf den Ausblick reagieren. Gewisse Analysten rechnen mit vorsichtigen Prognosen für 2026, da Zölle und Preissteigerungen im wichtigen US-Markt die Nachfrage dämpfen könnten. Zudem dürfte der Gegenwind durch Wechselkurse vorerst anhalten. Emmi-Chefin Ricarda Demarmels hatte im Sommer erklärt, für Emmi wiegen die Wechselkurseffekte schwerer als die direkten US-Zölle.

Emmi machte im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem selben Vorjahreszeitraum 12,7 Prozent mehr Umsatz. Der Grossteil des Zuwachses ging auf Akquisitionen 2024 zurück, die nun im Jahresergebnis voll durchschlagen. Neben der französischen Patisserie-Gruppe Mademoiselle Desserts kaufte Emmi auch Laticínios Verde Campo in Brasilien und die Hochstrasser-Gruppe in der Schweiz zu.

Die Bank Vontobel betonte, dass der Zukauf von Mademoiselle Desserts kurzfristig die Kapitalrendite belaste und erst noch positive Impulse liefern müsse, um eine bessere Einschätzung zu rechtfertigen. Research Partners rechnet damit, dass die Dividenden dank höherer Gewinne nach der Übernahme steigen. Die Zürcher Kantonalbank sieht Emmi mit dem Dessertgeschäft international nun gut positioniert.

Die Emmi-Aktie hat im vergangenen Jahr nicht mit dem Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) mithalten können: Die Emmi-Papiere blieben flach, der SPI legte um rund 18 Prozent zu. Generell entwickelten sich Food-Aktien zuletzt schwach. Im laufenden Jahr sieht es besser aus: Seit Jahresbeginn befinden sich die Emmi-Papiere mit dem SPI mehr oder weniger im Gleichschritt.

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