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Emmi-CEO: Bei Proteintrend kommt Fokus auf Qualität statt auf Menge

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Zürich,

Emmi-Chefin Ricarda Demarmels sieht beim Trend zu proteinhaltigen Produkten kein Ende. Es gehe künftig aber weniger um möglichst viele Gramm Protein in Lebensmitteln, sondern um dessen biologische Qualität für Verdaulichkeit und den Muskelerhalt, sagte Demarmels im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP am Donnerstag.

Emmi CEO Ricarda Demarmels
Ricarda Demarmels ist CEO von Emmi. - keystone

Demarmels ist überzeugt, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Hype handelt. Es gehe vielmehr um eine strukturelle Entwicklung. Denn die Nachfrage nach proteinreicher Ernährung werde durch mehrere Faktoren getrieben. Dazu zählen die alternde Bevölkerung und ein verbreitetes Proteindefizit bei älteren Menschen, ebenso wie Trends zu Gewichtsmanagement, Sättigung und Muskelerhalt.

Demarmels sieht die Milchverarbeiterin Emmi dabei als optimal positioniert. Milch enthalte von Natur aus hochwertiges Protein mit allen neun essenziellen Aminosäuren und eigne sich daher besonders für entsprechende Produkte.

Emmi wolle den Trend über verschiedene Konzepte und Zielgruppen bedienen, etwa mit proteinreichen Milchgetränken als Zwischen- oder Mahlzeitenersatz sowie Angeboten für Frühstück oder Gemeinschaftsverpflegung in Spitälern und Heimen. Rund zwei Drittel des Emmi-Portfolios würden im Detailhandel verkauft, ein Drittel im Ausser-Haus-Konsum etwa im Food Service, in Gastronomie, Bäckereien oder bei institutionellen Anbietern.

Als weiteren prägenden Konsumtrend neben der Gesundheit sieht Emmi den Genuss. Emmi sei hier stark positioniert und strebe in beiden Feldern Wachstum und eine Vorreiterrolle an, insbesondere im Premium-Dessertbereich mit verbesserten Rezepturen, Zutaten und Verpackungen, sagte Demarmels. Mademoiselle Desserts sei hier Vorreiterin mit Programmen zur Reduktion von Zucker und Salz sowie zum Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe. Die Massnahmen sollten das Nährwertprofil weiter verbessern.

Bei der Ernährung sieht Demarmels eine geteilte Verantwortung zwischen den Konsumenten und den Unternehmen. Individuen trügen letztlich die Verantwortung für ihre Auswahl, sagte Demarmels. Unternehmen müssten aber transparent informieren und Produkte mit echtem Nährwert entwickeln. Zusätzliche Regulierung bereite Emmi grundsätzlich keine Sorgen, sofern sie wissenschaftsbasiert, einheitlich und planbar sei, sagte Demarmels.

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