SNB sieht keinen Bedarf für erhöhte Interventionsbereitschaft

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Zürich,

    Das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sieht derzeit keinen Bedarf für eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen. Dies geht aus der Zusammenfassung der geldpolitischen Diskussion zum September-Zinsentscheid hervor.

    Das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hält derzeit eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen nicht für nötig. (Archivbild)
    Das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hält derzeit eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen nicht für nötig. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Im Juni hatte die SNB noch eine erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen signalisiert. Im September verzichtete sie auf diese Formulierung. Gemäss dem nun veröffentlichten Protokoll hielt sie eine solche erhöhte Bereitschaft im aktuellen Umfeld nicht mehr für nötig.

    In der nun veröffentlichten Zusammenfassung begründet sie dies mit dem nur leicht gestiegenen mittelfristigen Inflationsdruck und den kaum erkennbaren Zweitrundeneffekten der höheren Energiepreise. Bisher gebe es kaum Anzeichen dafür, dass die gestiegenen Preise auf andere Güter und Dienstleistungen oder auf die Löhne übergriffen. Je länger die Ölpreise auf hohem Niveau verharrten, desto grösser werde jedoch das Risiko solcher Zweitrundeneffekte.

    Die Nationalbank befasste sich zudem mit möglichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Eine zunehmende Nutzung von KI könnte die strukturelle Arbeitslosigkeit erhöhen und den Konsum dämpfen. Für eine abschliessende Beurteilung sei es allerdings noch zu früh.

    Die SNB hatte ihren Leitzins am 24. September unverändert bei 0 Prozent belassen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Brian Keller
    31 Interaktionen
    Menschenrechtsgericht
    a
    20 Interaktionen
    Geht er?

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Kanton Zürich
    Zürich
    Kanton Zürich
    Kanton Zürich
    3 Interaktionen
    Kritik von FDP und Mitte
    Zürich
    Zürich