SNB hat im Q4 erstmals seit zwei Jahren wieder Devisen verkauft
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich im vierten Quartal 2025 von Devisen getrennt. Mit 6 Millionen Franken fiel der Wert zwar tief aus, es ist aber immerhin das erste Mal seit zwei Jahren, dass die Währungshüter ver- statt gekauft haben.

Dies geht aus einer am Dienstag publizierten Statistik zu den Devisengeschäften der SNB hervor. Die Notenbank gibt die Interventionen für ein bestimmtes Quartal jeweils am Ende des Folgequartals bekannt.
Die SNB kommentiert ihr Vorgehen am Devisenmarkt selbst nicht. Allerdings praktizierten die Direktoriumsmitglieder um SNB-Präsident Martin Schlegel zuletzt aktiv verbale Intervention, um dem erstarkten Franken entgegenzuwirken. Bei der jüngsten Lagebeurteilung Mitte März sagte der SNB-Chef, die Notenbank sei noch bereiter als sonst, am Devisenmarkt zu intervenieren.
Mit dem Ausbruch des Irankrieges ist denn auch davon auszugehen, dass die Devisenverkäufe zum Ende des vergangenen Jahres eher eine Ausnahme waren. In der Statistik für das erste Quartal dürften dann eher wieder Verkäufe zu Buche stehen.
Auf das ganze Jahr gesehen, hat die SNB 2025 Devisen im Umfang von knapp 5,3 Milliarden Franken gekauft. Damit hat sie vergleichsweise wenig am Devisenmarkt interveniert. Einzig im Anschluss an den Liberation Day von Donald Trump zu Beginn des zweiten Quartals (knapp 5,1 Mrd) haben die Währungshüter in grösserem Stil Devisen gekauft.
Die aktuellen Verkäufe sind die ersten seit dem Schlussquartal 2023, als die SNB Devisen für 22,7 Milliarden verkauft hatte. In dem Jahr verkauft sie in allen vier Quartalen Devisen in zweistelligem Umfang, insgesamt kam ein Volumen von 133 Milliarden Franken zusammen. Trotz dieser massiven Verkäufe hat die SNB aber immer noch einem riesigen Devisenberg. Ende Februar 2026 waren es 710 Milliarden gewesen. Die hohen Bestände stammen vor allem aus der Zeit der Eurokrise und der Auflösung des Euro-Mindestkurses, als die SNB den massiven Anstieg des Frankens bremsen wollte.






